Andrea Locatelli (Yamaha): «Mit der R1 wäre Bulega nicht so erfolgreich»
Andrea Locatelli hat sich in der Superbike-WM 2026 als Aushängeschild von Yamaha bestätigt. Der Italiener ist überzeugt, dass auch der derzeit erfolgreichste Pilot mit der R1 nicht glänzen könnte.
Seit 2020 ist Andrea Locatelli mit Yamaha verbunden. Der Italiener gewann im ersten Jahr im Team Evan Bros die Supersport-WM und stieg anschließend ins Superbike-Werksteam auf. Mit 22 Podestplätzen (ein Sieg) seit 2021 ist Loka der nach Toprak Razgatlioglu erfolgreichste Yamaha-Pilot in der Top-Kategorie der seriennahen Weltmeisterschaft.
«Als Razgatlioglu 2021 den Titel für Yamaha holte, hatte er ihn sich redlich verdient», betonte Locatelli bei Motosprint. «Ich denke, ich habe zum Teamerfolg beigetragen und ihm in bestimmten Situationen geholfen, aber er hat den Unterschied ausgemacht.»
Im Jahr 2026 fährt Yamaha mit der betagten R1 jedoch hinterher und als WM-Elfter ist Locatelli der beste Yamaha-Pilot. Die Saison wird von Ducati, insbesondere mit Nicolò Bulega im Sattel der V4R, dominiert.
«Bulega ist vergleichbar mit Toprak, der in der MotoGP auf der M1 einige interessante Dinge zeigt und für mich persönlich der stärkste Teamkollege ist, den ich je hatte», betonte der Supersport-Weltmeister von 2020. «Nicolò kämpfte bis Jerez 2025 gegen Razgatlioglu um die Weltmeisterschaft. Wir wissen ja, wie das ausgegangen ist. Wir sprechen hier von zwei extrem starken Fahrern, die selbst ohne das richtige Motorrad herausstechen würden. Erfolg ist allerdings eine ganz andere Sache.»
Locatelli deutet damit an, dass Bulega mit der Ducati das derzeit beste Motorrad zur Verfügung hat, wodurch der 26-Jährige mit hoher Wahrscheinlichkeit als Weltmeister in die MotoGP wechseln wird.
«Vielleicht hätte sich ihm die Chance sonst nicht eröffnet. Ich glaube nicht, dass er mit der R1 so vorn mitfahren oder so gewinnen würde wie jetzt mit der Ducati. Dann wäre er für die Königsklasse nicht so attraktiv. Das ist meine Meinung», erklärte Loka seinen Standpunkt. «Was hat Iker Lecuona bei Honda geleistet? Jetzt gewinnt er mit Ducati. Und Xavi Vierge? Fakt ist, dass in den heutigen Wettbewerben das technische Paket eine große Rolle spielt. Jeder Fahrer sollte das Beste aus seinen Möglichkeiten herausholen und seine eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





