BMW-Champion De Rosa ohne Bike, Saeed Al Sulaiti auch
Raffaele De Rosa und Saeed Al Sulaiti haben die letzten Monate viel unternommen, um 2017 Superbike-WM zu fahren. Es zeichnet sich ab: Daraus wird nichts.
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Mit fünf Podestplätzen (zwei Siege) in acht Rennen gewann Raffaele De Rosa 2016 für Althea BMW den Superstock-1000-Cup. Als Belohnung für den Titel durfte der Mann aus Neapel beim Superbike-WM-Finale in Katar eine dritte BMW S1000RR neben Jordi Torres und Markus Reiterberger pilotieren und überzeugte mit den Rängen 12 und 9.
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Althea-Teamchef Genesio Bevilacqua war so begeistert, dass er seither versucht für De Rosa für 2017 ein drittes Superbike auf die Räder zu stellen. Doch das kostet inklusive Ersatzteile, Personal und Logistik 700.000 Euro pro Saison. Seit dem 9. Dezember ist klar: BMW hat kein Budget für De Rosa, der Althea-Vertrag ist für zwei Jahre und auf zwei Fahrer ausgelegt. Nicht für einen dritten.
Weihnachten steht vor der Tür, bis Dreikönig tut sich im Geschäftsleben kaum etwas. Selbst wenn Bevilacqua die Gesamtsumme selber stemmen würde, hat BMW kaum noch Möglichkeiten, das benötigte Material und Personal zu stellen – der Zug ist abgefahren.
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Aller Voraussicht nach wird auch Saeed Al Sulaiti durch den Rost fallen. Der Katari absolvierte 2016 als erster Araber eine komplette Saison in der Superbike-WM, in Laguna Seca eroberte er seinen einzigen WM-Punkt.
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Lucio Pedercini würde ihn gerne als zweiten Piloten neben Alex De Angelis auf eine Kawasaki setzen. Doch Al Sulaiti hat 2016 schnell begriffen, dass er in erster Linie als Melkkuh im Team war, regelmäßig wurde er von Maschinenschaden heimgesucht. Den Tiefpunkt erlebte der 31-Jährige ausgerechnet bei seinem Heimrennen in Doha, als seine ZX-10R bei Nacht in Flammen aufging.
Al Sulaiti wollte sich mit Hilfe von Ducati Katar in einem Team einkaufen, doch dieses Vorhaben floppte. VFT Ducati hat sich aus der Weltmeisterschaft zurückgezogen und das Barni-Team wird nur Javier Fores an den Start bringen. "Barni kann kein zweites Motorrad einsetzen, weil er von Ducati keine Unterstützung erhält", sagte Al Sulaiti zu SPEEDWEEK.com. "Pedercini würde gerne mit mir weitermachen, ich kann aber kein weiteres Jahr verschwenden, in dem ich mit Problemen zu kämpfen habe." Den letzten verbleibenden Platz im Superbike-Startfeld gibt es bei Toth Yamaha. Das ungarische Team hat von WM-Vermarkter Dorna zur Auflage bekommen, einen konkurrenzfähigen Fahrer zu verpflichten, seit Monaten laufen Verhandlungen mit Joshua Brookes. Doch der Australier will ebenso wie sein Landsmann Anthony West ein Gehalt haben, Toth hat aber nicht genügend Budget. Al Sulaiti hat ein Angebot abgelehnt. Deadline für Toth ist der kommende Mittwoch. Dann muss das Team entscheiden, ob sie 2017 SBK fahren und mit wem.
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