Garrett Gerloff (Kawasaki): Aufholjagd am Samstag, Sturz am Sonntag
Beim Superbike-Meeting in Portimão bewies Garrett Gerloff, dass seine gute Performance auf Phillip Island kein Zufall war. Ein Sturz im zweiten Lauf verhagelte dem Kawasaki-Piloten jedoch die Bilanz.
Wie schon im vergangenen Jahr ist Garrett Gerloff auch in der Superbike-WM 2026 der einzige Kawasaki-Pilot. Da auch Bimota den Motor und die Elektronik der ZX-10RR verwendet, gibt es einen gewissen Datenaustausch mit Alex Lowes und Axel Bassani, ansonsten ist der Texaner auf sich allein gestellt.
Aber Kawasaki brachte für 2026 ein neues Homologationsmodell mit zahlreichen Detailverbesserungen, und die machen sich positiv bemerkbar. Beim Saisonauftakt in Australien brachte der 30-Jährige in Lauf 1 (Platz 11) und im Superpole-Race (Platz 6) das jeweils beste japanische Motorrad ins Ziel. Im chaotischen zweiten Lauf war das Andrea Locatelli (Yamaha); Gerloff wurde Zehnter.
In Portimão bestätigte der Kawasaki-Pilot die aufstrebende Form. Im ersten Lauf kreuzte Gerloff am Hinterrad von Yamaha-Aushängeschild Xavi Vierge als Siebter die Ziellinie – der US-Amerikaner hatte aber sechs Plätze gewonnen, der Spanier keinen!
«Ich war mir nicht ganz sicher, wie das erste Rennen verlaufen würde. Meine Zeit in der Superpole war die beste Qualifikationsrunde, die ich je in Portimão je gefahren bin – und zwar um etwa sechs Zehntelsekunden. Ich wusste also, dass ich nicht langsam war», erzählte Gerloff am Samstag. «Ich hatte fest damit gerechnet, mich unter den ersten Neun zu qualifizieren. Als ich dann auf Platz 13 lag, dachte ich: Mann, vielleicht fehlt mir doch das Nötige für die Rennen. Es war also wirklich schön, einen guten Start zu haben, ein paar Überholmanöver zu setzen und nach vorn zu kommen.»
Am Sonntag konnte Gerloff im Superpole-Race jedoch keine solche Aufholjagd starten (Platz 14) und auch das zweite Hauptrennen endete mit einer Enttäuschung. Positiv: Vor seinem Sturz in der letzten Runde kämpfte der Kawasaki-Pilot mit Locatelli um Platz 9 wieder um die Ehre des besten japanischen Herstellers.
«Nach Samstag hatte ich erwartet, dass die Ergebnisse am Sonntag deutlich besser ausfallen würden. Ich hatte aber mehr zu kämpfen, als ich erwartet hatte», bedauerte Gerloff. «Wir haben unser Bestes gegeben und alles getan, was wir konnten, aber leider verlief das Sprintrennen nicht so, wie wir es uns erhofft hatten. Im zweiten Rennen kämpften wir um einen Platz unter den Top Ten, und bedauerlicherweise stürzte ich in der letzten Kurve der letzten Runde, während ich um den neunten Platz kämpfte. Ich gebe mein Bestes, das Team gibt sein Bestes. Es tut mir wirklich leid für sie und ich habe mich bei ihnen für den Sturz entschuldigt. Ich denke aber, dass wir einiges gelernt haben, was uns in ein paar Wochen in Assen helfen wird.»
Nach Portimão belegt Gerloff mit 24 Punkten Platz 12 der Gesamtwertung. Zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr hatte er lediglich elf Punkte eingefahren und war WM-16.
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