Bezzecchi gesteht nach Sachsenring-Auftakt: «Musste ein bisschen leiden!»
Trotz Schmerzen schaffte Marco Bezzecchi auf dem Sachsenring den direkten Q2-Einzug. Der Aprilia-Werkspilot will in den Rennen Schadensbegrenzung betreiben und sich in der Sommerpause erholen.
Marco Bezzecchi hat den ersten MotoGP-Trainingstag auf dem Sachsenring trotz erheblicher körperlicher Beschwerden erfolgreich überstanden. Der Aprilia-Werkspilot kehrte nach seinem schweren Sturz in Assen erstmals wieder auf die Rennstrecke zurück und kämpfte sich im Zeittraining auf den achten Platz. Mit 0,602 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Ducati-Star Marc Marquez sicherte sich der Italiener ebenso wie seine Aprilia-Markenkollegen Jorge Martin, Raul Fernandez und Ai Ogura den direkten Einzug ins Q2.
Dass der Freitag für den Italiener alles andere als einfach werden würde, hatte er bereits vor dem Wochenende erwartet. Nach den Belastungen auf der Strecke bestätigte sich diese Einschätzung. «Es war wie erwartet ein harter Tag und ich musste ein bisschen leiden. Es war aus körperlicher Sicht ein wirklich schwieriger Tag», erklärte Bezzecchi.
Bezzecchi ging bei der Zeitenjagd an seine körperliche Schmerzgrenze
Vor allem die entscheidende Schlussphase des Zeittrainings brachte den 27-Jährigen an seine Grenzen. «Besonders bei der Zeitenjagd musste ich ein bisschen leiden», berichtete er. «Ich konnte einige gute Runden fahren, doch noch bin ich nicht konstant genug. Als ich dann zur entscheidenden Zeitenjagd überging, hatte ich bereits mit meinem Körper zu kämpfen. Doch unterm Strich haben wir unser Ziel erreicht und konnten direkt ins Q2 einziehen. Deshalb bin ich happy, aber auch das Gefühl für das Motorrad stimmt mich zufrieden.»
Nach den Rückschlägen der vergangenen Wochen in Ungarn, Tschechien und den Niederlanden steht für Bezzecchi am Sachsenring vor allem Schadensbegrenzung im Vordergrund. Die unmittelbar anschließende Sommerpause soll ihm die dringend benötigte Zeit zur Regeneration verschaffen. «Wir müssen versuchen, so viel wie möglich zu retten. Es ist hart, doch so ist es», machte der Aprilia-Pilot deutlich.
Klarstellung von Bezzecchi: Mental gibt es kein Problem
Während die körperlichen Einschränkungen ihn derzeit bremsen, sieht Bezzecchi seine mentale Verfassung – zuletzt musste er einige große Rückschläge verkraften – nicht als Problem. «Mental ist es nicht so schlimm, für mich ist eher die körperliche Seite ein Problem. Ich habe bereits in der Vergangenheit einige mental herausfordernde Situationen durchgemacht. Deshalb kann ich sagen, dass mein größtes Problem im Moment die physische Situation ist.»
Umso wichtiger war aus seiner Sicht der direkte Einzug ins Q2. «Das Qualifying ist der erste wichtige Schritt, denn im Qualifying geht es um die Ausgangslage für zwei Rennen. Deshalb ist es wichtig. Dann wird es darum gehen, das Maximum herauszuholen.» Mit einer guten Startposition hofft Bezzecchi, seine körperlichen Defizite zumindest teilweise kompensieren zu können und vor der Sommerpause noch einmal ein möglichst starkes Ergebnis einzufahren.
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