BMW verlor fast 30 sec: Teamchef Shaun Muir ordnet das Donington-Fiasko ein
Keine Platzierung in den Top-10: Für das BMW-Werksteam mit Miguel Oliveira und Danilo Petrucci wurde die Superbike-WM in Donington Park nach sechs Siegen von Toprak in Folge zum Spießrutenlauf.
2024 und 2025 räumte BMW auf der malerischen Strecke Donington Park mit Toprak Razgatlioglu die Siege in allen sechs Läufen ab. Dieses Jahr präsentierte sich den über drei Tage summierten 50.000 Fans ein gänzlich anderes Bild: Ducati fuhr wie schon die ganze Saison in einer eigenen Liga und sackte alle neun Podestplätze ein.
Oliveira wurde 11., 20. und 12., Petrucci 15., 19. und 15. Oliveira als der Bessere aus dem BMW-Duo verlor in beiden langen Rennen beinahe 30 sec auf den Sieger. «Wir lagen weiter zurück, als wir gehofft hatten», meinte der Portugiese. «Das gibt uns Arbeit für die Sommerpause. Wir sind auf jeden Fall entschlossen, uns für den Rest der Saison zu verbessern. Die Crew ist mit den Ergebnissen ebenso wenig zufrieden wie ich. Das Gute ist, dass wir alle an einem Strang ziehen, um dieses Paket weiterzuentwickeln. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der Unterstützung aller, und der Motivation uns zu verbessern, wieder bessere Ergebnisse erzielen werden.»
Shaun Muir ist froh, seine Fahrer wieder zu haben
ROKiT-Teamchef Shaun Muir ging mehr in die Tiefe. «Zunächst einmal freue ich mich sehr, beide Fahrer wieder in der Box zu haben», hielt der Engländer fest. Oliveira und Petrucci waren wochenlang verletzt, die Ergebnisse auf dem Balaton Park Circuit, in Most, Aragon und Misano fielen entsprechend mager aus. «Auf der Entwicklungsseite haben uns unsere beiden Stammpiloten eindeutig gefehlt. Gleichzeitig danken wir Michael van der Mark für seinen Einsatz während ihrer Abwesenheit.»
Wir müssen Miguel und Danilo Vertrauen in das Gesamtpaket zurückgeben.bmw-teamchef shaun muir
«Insgesamt war das Wochenende für uns recht schwierig», meinte Muir zu dem Fiasko in England. «Wir haben hier vor zwei Wochen getestet und waren der Meinung, eine gute Basis zu haben, stellten jedoch bereits im ersten und zweiten freien Training fest, dass uns in einigen Bereichen etwas fehlt. Beide Fahrer hatten ein ganz ordentliches Qualifying, dennoch waren alle drei Rennen für uns hart. Die Starts waren ordentlich, doch anschließend gerieten beide ins Getümmel, in dem sie von den ersten Runden an kaum Boden gutmachen konnten. Insgesamt müssen wir uns nun auf die Auswertung der Daten und den bevorstehenden Test in Magny-Cours konzentrieren. Wir müssen Miguel und Danilo Vertrauen in das Gesamtpaket zurückgeben, damit wir wieder dort anknüpfen können, wo wir vor den Verletzungen standen.»
Die Superbike-WM hat nun bis zum ersten September-Wochenende in Frankreich Sommerpause, neben dem Test in Magny-Cours ist ein weiterer in Estoril geplant – beides Strecken, auf denen Oliveira noch nie auf WM-Level Rennen fuhr.
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