Garrett Gerloff (6.) über Ducati: Ich habe sie beobachtet – es ist verrückt
Garrett Gerloff hatte mit Rang 6 einen guten Abschluss beim Superbike-Event in Donington. Was die Stärke der Ducati ist und auf welchem Level er seine Kawasaki im Vergleich mit der Bimota sieht.
Kawasaki-Pilot Garrett Gerloff erlebte in Donington mit den Rängen 8, 9 und 6 ein solides Superbike-Wochenende. Insbesondere der sechste Platz in Lauf 2 am Sonntag war für ihn und das Puccetti-Team erfreulich. Der US-Amerikaner und seine Crew können mit einem guten Gefühl in die Sommerpause gehen.
«Es ist schön, hierherzukommen und ein viel besseres Wochenende zu haben als in Misano. Für das Team hätte ich mir aber ein besseres Misano-Event und dafür ein schlechteres Donington-Wochenende gewünscht. Aber so ist es eben», schmunzelte Gerloff. Für das Puccetti-Kawasaki-Team war das Meeting in Misano Mitte Juni ein Heim-Event. Gerloff konnte dort nur die Ränge 14, 14 und 12 einfahren. «Wir haben an diesem Wochenende einige Veränderungen vorgenommen. Ich bin mir sicher, dass wir am Ende in Lauf 2 das beste Setup für das Motorrad hatten. Es ist schön, das Event so zu beenden, Denn manchmal reise ich von einer Strecke ab und ich frage mich, wo es gefehlt hat.»
Die Ducati-Piloten sind in diesem Jahr in der Superbike-WM das Maß aller Dinge. Die Panigale V4R ist mit Abstand das beste Bike in der Startaufstellung. Was fehlt Gerloff bei der Kawasaki? «Ich habe sie (die Ducati, Anm.) beobachtet und sie lenken unglaublich gut ein – es ist verrückt. Ich denke, dass sie in diesem Bereich am meisten Zeit gutmachen. Natürlich haben sie auch einen anständigen Motor, aber ich denke, dass der Vorteil mehr von der Elektronik und dem Chassis kommt.»
In Donington kämpften in den Top-10 mehr oder weniger nur Ducati, Bimota und Kawasaki miteinander. Yamaha, BMW und Honda waren weit weg. «Wir müssen unseren Job machen und unsere Bikes besser machen – egal, ob es die Bimota oder die Kawasaki ist. Ich persönlich würde mir einige Änderungen beim Chassis wünschen. Ich denke, dass dies eine große Hilfe für uns sein kann», forderte der 30-Jährige.
Wie eng arbeiten Bimota und Kawasaki zusammen – werden die Daten untereinander ausgetauscht? «Ja. Ich kann die Daten von Axel und Alex einsehen. Manchmal sind diese aber nicht so gut zu vergleichen, weil sie ein komplett unterschiedliches Chassis haben», erklärte Gerloff. «Ich kann nicht sehen, wo ich gegen sie Zeit verliere – die Motorräder sind zu unterschiedlich. Es ist aber eine Referenz. Ich würde gerne einen Teamkollegen haben, um zu sehen, ob ich es gut mache oder nicht.»
In der Gesamtwertung liegen die Bimota-Piloten Alex Lowes und Axel Bassani auf den Rängen 4 und 6. Gerloff ist derzeit 8. Ist die Bimota das bessere Motorrad als die Kawasaki? «Ich denke, dass Alex von uns drei der konstanteste Fahrer ist», musste Gerloff zugeben. «Axel ist sehr schnell, aber nicht so konstant – so wie ich. Bei Alex spielt es keine Rolle, ob er sich gut oder schlecht fühlt – er ist immer dabei in den Top-5.»
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