Damon Hill über Fernando Alonsos Aussage zu Verstappen: «So ein Unsinn»
Fernando Alonso äusserte sich kritisch zur Tatsache, dass ein Fahrer von Max Verstappens Kaliber aktuell nicht um den WM-Titel mitkämpfen kann. Ex-GP-Pilot Damon Hill hat eine klare Haltung dazu.
Dass Max Verstappen nicht zu den Lieblingsfahrern von Damon Hill gehört, zeigte sich in der Vergangenheit schon mehrfach. Schliesslich liess der Weltmeister von 1996 keine Gelegenheit aus, Kritik am vierfachen Weltmeister und seine Fahrweise zu üben, die er als aggressiv bezeichnete. Vor allem während seiner Zeit als Formel-1-Experte für den britischen PayTV-Sender «Sky Sports F1» fiel er immer wieder durch seine kritischen Aussagen über Verstappen auf.
So dürfte es kaum einen Fan verwundern, dass der 65-jährige Brite negativ auf die jüngsten Aussagen von F1-Urgestein Fernando Alonso zur aktueller WM-Situation des Red Bull Racing-Stars reagiert hat. Denn der zweifache Champion aus Spanien deutete im Interview mit der spanischen Zeitung «Mundo Deportivo» an, es sei unfair, dass ein Fahrer wie Max Verstappen in diesem Jahr wohl nicht um den Fahrer-WM-Titel wird mitkämpfen können.
Der Aston Martin-Star betonte: «Max Verstappen ist der beste Fahrer im Formel-1-Feld, und dieses Jahr wird er wahrscheinlich Fünfter oder Sechster werden. Ich weiss nicht, ob die Formel 1 in dieser Hinsicht vielleicht ein bisschen unfair ist.» Und der 32-fache GP-Sieger fügte spitz an: «Aber es macht keinen Sinn, Zeit damit zu verschwenden, das Leuten zu erklären, die das gar nicht verstehen wollen.»
Im überlegenen Williams zum WM-Titel von 1996
Was Alonso damit meinte, liegt auf der Hand: Jeder GP-Star ist auf ein titelfähiges Auto angewiesen, wenn er im Kampf um die WM-Krone ein Wörtchen mitreden will. Das dürfte auch Hill wissen, der zwischen 1992 und 1999 insgesamt 115 GP-Starts absolviert und 22 Formel-1-Rennsiege erobert hat.
Der GP-Veteran reagierte in einer Instagram-Story deutlich auf Alonsos Aussage. Er schrieb: «So ein Unsinn. Da bin ich ganz und gar anderer Meinung als Fernando Alonso.»
Wie gut sich ein titelfähiges Auto anfühlt, durfte sich Hill an diesem Wochenende beim «Goodwood Festival of Speed» wieder in Erinnerung rufen. Denn zur Feier seines 30-jährigen Titel-Jubiläums gab er im Williams FW18 Gas – also jenem Auto aus der Feder von Adrian Newey und Patrick Head, das 1996 12 von 16 Rennen gewann und ihm mit acht Siegen die Eroberung der WM-Krone ermöglichte.
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