Ferdinand Habsburg: «In Le Mans besser vorbereitet als zuletzt»
Alpine und Peugeot gehörten zu den Enttäuschten von Spa, die sich bessere Resultate aufgrund ihrer Leistungen verdient hätten. Ferdinand Habsburg nahm aber auch Positives aus Belgien mit.
«Wir überzeugten mit unseren Leistungen. Schade, dass nicht mehr daraus wurde», sagte der Alpine-Pilot, der im Startturn lang Dritter und in der Boxenstoppphase auch kurz Führender war. «Wir hatten wirklich eine starke erste Rennhälfte und mischten immer vorn mit. Alles war perfekt, bis das Rennen chaotisch wurde.» Der Fehler von Teamkollegen Antonio Felix da Costa 30 Minuten vor dem Ende der sechs Stunden warf die Blauen auf Platz zwölf zurück.
Habsburg sagt zur Situation nach dem «Vorspiel» für Le Mans Mitte Juni: «In Spa fuhren wir schon in Le-Mans-Konfiguration. Alles war auf Le Mans abgestimmt, von Chassis bis Aero. Eigentlich machten das ja alle, deshalb überraschte es mich, dass wir so weit vorn waren und Ferrari und Toyota zurück.»
Bis Le Mans hat Alpine noch zwei Tests angesetzt, einen diese Woche in Paul Ricard und einen in Magny Cours in der Woche vor dem Saisonhöhepunkt: «Das sind Performance-Tests, keine Dauerläufe», erläutert der Urenkel des letzten österreichischen Kaisers. Und er strahlt Zuversicht aus: «Wir sind von der Performance-Seite her weitaus besser aufgestellt für Le Mans als im Vorjahr. Die Aero ist besser, wir haben auch ein paar Dinge bei der Motorleistung gefunden und anderes optimiert. Es fühlt sich als größerer Schritt seit dem Vorjahr an als im Vergleich zu 2024 auf 2025.»
Was würde ihm am Ende der Saison und der drei Jahre als Alpine-Werkfahrer Befriedigung geben? Wäre der Sieg in Fuji 2025 noch zu toppen? «Das war ein Wahnsinn, im WEC zu gewinnen bei der Konkurrenz», blickt Ferdinand zurück, «ich wäre zufrieden, wenn meine Leistung in Ordnung war. Manchmal fährst du dein bestes Rennen und wirst Letzter oder dein schlechtestes und gewinnst – ich gestehe, Fuji war für mich persönlich schrecklich, und wir haben dennoch gewonnen.»
Es gäbe keinen klaren Titelfavoriten, meint er, alle seien eng beisammen. Für die Newcomer hat er ein Kompliment: «Ich bin beeindruckt von Genesis. Ich habe sie beobachtet, wirklich erstaunlich, wie schnell sie mittendrin sind.»
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