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Supersport-WM: Wie Dominique Aegerter aus der Ergebniskrise kommen will
Ducati, Yamaha, BMW und Kawasaki kämpften im ersten Superbike-Rennen in Most um die Podestplätze, Scott Redding zeigte für den deutschen Hersteller erneut eine sehr starke Leistung und wurde Dritter.
Das waren 22 Runden geballte Action und Hochspannung bis zum letzten Meter, die uns die besten Fahrer der Superbike-WM im ersten Rennen in Most boten. Von der ersten Runde an stritten Weltmeister Toprak Razgatlioglu (Yamaha) und Rekordchampion Jonathan Rea (Kawasaki) um die Führung, in Runde 10 übernahm WM-Leader Alvaro Bautista (Ducati) die Spitze und
BMW-Werksfahrer Scott Redding, die vergangenen zwei Jahre auf Ducati in der Gesamtwertung immer Top-3, lag in Runde 14 erstmals in den Podesträngen, in der letzten Runde sogar auf Platz 2.
"Als es leicht zu regnen begann, musstest du Eier haben", erzählte Redding. "Ich hatte nichts zu verlieren, wenn ich stürze, dann stürze ich. Ich holte zu den ersten drei immer mehr auf und pushte zusätzlich. Als ich aufschloss, überlegte ich mir, ob ich mich in ihren WM-Kampf einmischen soll. Aber ich hatte eine gute Pace, also ging ich es an. Dann überholte ich Toprak und dachte mir, ‚das fühlt sich seltsam an‘. Dann überholte ich Jonathan und dachte mir, ‚das fühlt sich jetzt wirklich seltsam an‘. Aber das war gut, das Adrenalin durchströmte mich. Ich war überall am Limit. Zum Schluss dachte ich, dass ich genug getan hätte, die erste halbe Runde verteidigte ich mich gut. Ich wusste, dass Toprak hinter mir ist und es versuchen wird. Er drückte mich in Kurve 13 neben die Strecke, dann hörte ich ein anderes Motorrad kommen und hielt dagegen."
"Ich habe es bereits in Donington gesagt, uns ist ein Schritt nach vorne gelungen", ergänzte der Engländer, der jetzt mit 95 Punkten WM-Neunter ist. "Es war wichtig, das auch hier zu zeigen. Vorne zu kämpfen, fühlte sich seltsam an, aber genau dort sollte ich sein. BMW hat großartige Arbeit geleistet und folgte der Richtung, für die ich mich eingesetzt habe. Es geht noch mehr, deswegen wird es jetzt aber nicht einfach, in jedem Rennen aufs Podium zu fahren. Aber wenn sich uns eine Gelegenheit bietet, können wir kämpfen. In Donington ging es für mich ums Überleben, ich fuhr so hart ich konnte. Hier konnte ich bereits meinen Hinterreifen etwas schonen und analysieren, was um mich herum los ist."
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