Kaum vorstellbar: Stefano Manzi fuhr mit fünffach gebrochenem Sprunggelenk
Für Yamaha ging der Start zur Superbike-WM 2026 gründlich daneben. Supersport-Champion Stefano Manzi schilderte SPEEDWEEK.com vor dem Europa-Auftakt in Portugal, was er in Australien aushalten musste.
«Australien hat nie stattgefunden, für uns beginnt die WM hier», ist im Fahrerlager des Autodromo do Algarve bei Yamaha scherzhaft zu hören. Kein Wunder, wollen die Blauen die Rennen auf Phillip Island schnellstmöglich vergessen: Andrea Locatelli wurde im zweiten Hauptrennen Fünfter, ansonsten gelang keinem der sechs Yamaha-Fahrer in den drei Rennen ein Top-10-Ergebnis.
Supersport-Weltmeister Stefano Manzi ging mit einem großen Handicap ins Rennwochenende: Er hatte sich im Test auf Phillip Island wenige Tage zuvor bei einem furchteinflößenden Highsider in Kurve 2 am Fuß verletzt.
«Als ich zurück in Italien war, stellten wir fest, dass ich mir beim Aufprall auf dem Asphalt fünf Brüche im Sprunggelenk zugezogen habe und einen Bänderriss», schilderte der 26-Jährige beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Im Knöchel sind lauter kleine Knochen und der Blutfluss dort ist schlecht, deshalb heilen die Haarrisse sehr langsam. Über einen Monat später bin ich immer noch rekonvaleszent, kann aber laufen und trainieren – nur joggen oder Motocrossfahren geht nicht. Ich brauchte keine Operation und muss es aussitzen.»
Stefano Manzi: «Viel komplizierter als erwartet»
Unter diesen Voraussetzungen erscheinen Manzis Ergebnisse in Australien in einem anderen Licht: Nach einem Ausfall im ersten Lauf war er im Sprint als 13. sogar bester Yamaha-Pilot. Mit Platz 14 im zweiten Hauptrennen eroberte er seine ersten beiden Punkte in der Superbike-WM.
«Unterm Strich waren die Rennen viel komplizierter, als ich erwartet hatte», gab Manzi zu. «Eigentlich sehe ich mich nicht auf diesen Plätzen. Ich muss aber auch sagen, dass ich seit meinem Umstieg lediglich drei volle Testtage im Trockenen mit dem Superbike hatte, dann stürzte ich in Australien. Ich bin gespannt, wo wir in Portimao stehen. Für mich ist schwer zu sagen, weshalb wir in Australien so viele Probleme hatten. Ich kann in den Daten sehen, dass ich verglichen mit den anderen Yamaha-Fahrern einige Stärken habe, mich in gewissen Bereichen aber deutlich verbessern muss.»
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