Superbike-Tests in Übersee: Nur Yamaha stemmt sich dagegen
Nach einem weiteren Winter mit reichlich Regen auf der iberischen Halbinsel sorgten die Superbike-Tests für viel Frust bei allen Beteiligten. An einer Lösung sind nicht alle interessiert.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Egal ob Klimawandel oder Wetterphänomen: Das Wetter im südlichen Europa war in den vergangenen Wintern derart schlecht, dass Testfahrten der Superbike-WM sinnlos und lediglich Zeit- und Geldverschwendung waren.
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Aus dem Kreis der Teams werden Rufe immer lauter, dass die Dorna als Promoter der seriennahen Weltmeisterschaft nach dem Vorbild der MotoGP Tests in Übersee organisiert. In der Königsklasse wurden von der spanischen Agentur im Januar und Februar Tests in Sepang und Buriram veranstaltet. Für Kawasaki-Teamchef Manuel Puccetti ist die Kosten-Nutzen-Rechnung einfach. «Wir könnten unsere Budgets besser verwenden. Von den Wintertests, die wir in den letzten 15 Jahren in Spanien und Portugal durchgeführt haben, konnten wir vielleicht 30 bis 40 Prozent der geplanten Tage voll ausnutzen; der Rest fiel Kälte oder schlechtem Wetter zum Opfer», sagte der 48-Jährige bei Corsedimoto. «Tests in Katar, Malaysia oder Thailand sind zwar deutlich teurer, aber die Kosten amortisieren sich vollständig, da man dort normal arbeiten kann. In der aktuellen Situation riskieren wir jedoch, etwa 60 Prozent des in die Tests investierten Geldes zu verlieren.»
Puccetti ist gut vernetzt im Fahrerlager und hat viele Gespräche über dieses Thema geführt. Der Konsens ist groß. «Bis auf Yamaha sind wir uns alle einig, dass wir eine Veränderung wollen», verriet der Italiener.
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Gemäß Reglement muss sich ein Hersteller für einen Kontinent entscheiden, auf dem er testen will. Da sämtliche Teams in Süd- oder Mitteleuropa ansässig sind, auch die Werkstruppen der japanischen Marken, fiel die Wahl in sämtlichen Fällen auf Europa. Um die Ausgaben für Tests im Januar sinnvoller einzusetzen, müssen die Regeln angepasst werden, so die Forderung zahlreicher Teams. Maximal zehn Tage dürfen fixe Teams ohne Zugeständnisse seither mit ihren Stammfahrern testen, davon ausgenommen sind offizielle Tests wie der vor dem WM-Beginn in Australien.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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