Supersport-WM • Neu
Problem gelöst: QJ Motor darf wohl bei der Supersport-WM in Assen starten
Der zweite Supersport-Lauf in Barcelona wurde nach einem Unfall abgebrochen. Den Restart über sechs Runden gewann Stefano Manzi (Yamaha). Marcel Schrötter (MV Agusta) verpasste seinen ersten Sieg um einen Wimpernschlag.
Die Startaufstellung für das zweite Rennen der beiden Supersport-Serien wird ab diesem Jahr nach einem neuen Verfahren ermittelt: Nicht die Superpole allein zählte, sondern für die Top-9 die schnellste Rundenzeit aus Lauf 1. Ab Startplatz 10 das Ergebnis der Superpole.
Von der Pole startete mit Jorge Navarro (Wepol Racing) erst zum zweiten Mal in der Geschichte der Supersport-WM eine Triumph. Es ist aber keine offizielle Pole-Position, die in die Statistik einfließen wird, so wie die von Luke Stapleford, die sich der Engländer in Losail 2016 im Qualifying verdiente.
Doch nach der sechsten Runde wurde das Rennen nach einem Highspeed-Crash von Piotr Biesiekirski (Althea Ducati) in Kurve 1 abgebrochen. Der Pole war bei Bewusstsein, blieb im aber Kiesbett liegen und musste mit einer Trage aus dem Gefahrenbereich geborgen werden.
Der Restart erfolgte über nur noch sechs Runden und mit dem Stand beim letzten Zeitmesspunkt. Manche Piloten nutzten die Unterbrechung, um auf einen anderen Reifen zu wechseln. Zur Anwendung kam das Quick-Restart-Prozedere, bei dem die Piloten nach einer Besichtigungsrunde die Startpositionen einnehmen, woran sich das normale Verfahren mit Aufwärmrunde und Rennstart anschließen. Die ersten zwei Startreihen bestanden aus Huertas, Mahias, Schrötter, Yari Montella (Ducati), Stefano Manzi und Valentin Debise (beide Yamaha).
Aufgrund der wenigen Runden mussten die Supersport-Piloten nicht mit ihren Reifen haushalten und beherzt ans Gas gehen. Ab dem Start kämpften Huertas und Montella um den Sieg, zeitweise Führungsarbeit leistete auch Mahias, Manzi und Schrötter.
In den letzten zwei Runden wurden die Ellbogen ausgefahren. Manzi bremste Huertas in Kurve 1 aus, weshalb der Ducati-Pilot in den Schmutz musste und im Kiesbett stürzte. Anschließend kämpfte der Italiener mit Schrötter um den Sieg und lag auf dem Zielstrich 0,086 sec vor dem MV Agusta-Piloten und Mahias.
Bester Triumph-Pilot wurde erneut Jorge Navarro, die beste Kawasaki brachte Can Öncü auf der neunten Position ins Ziel. Honda tauchte erst mit Kaito Toba auf Platz 25 in der Ergebnisliste auf.
Marcel Brenner lag zum Zeitpunkt des Abbruchs nur auf Position 25 und hatte aufgrund der kurzen Distanz keine Chance, sich in die Punkteränge vorzuarbeiten – ein schlechter Start (P29 nach Runde 1) machte es noch schwieriger. Der Schweizer im belgischen Kawasaki-Team MTM kreuzte als 27. die Ziellinie.
So lief das Rennen:
Start: Montella vor Huertas und Manzi in die erste Kurve. Schrötter Fünfter. Brenner auf 31.
Runde 1: Montella und Huertas zeitgleich über die Linie, in Kurve 1 ist der Spanier vorn. Dann Mahias, Manzi und Schrötter. Brenner auf 29.
Runde 2: Huertas in 1:44,432 min vorn, aber im Windschatten wird der 300er-Weltmeister von Mahias und Montella überholt. Öncü hinter Schrötter auf Platz 6
Runde 3: Die Top-6 innerhalb 0,8 sec.
Runde 4: Zwischen Huertas, Montella, Manzi, Schrötter und Mahias passt kein Blatt!
Runde 5: Manzi drückt Huertas von der Linie, der Spanier stürzt im Kiesbett. Schrötter profitiert vom Durcheinander und führt. Brenner 26.
Letzte Runde: Manzi bremste Schrötter in der ersten Kurve aus und erwischt eine perfekte Runde. Der Yamaha-Pilot gewinnt vor dem Deutschen und Mahias.
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