Das hatte sich Randy Krummenacher anders vorgestellt
Die Ränge 11 und 9 bei der Supersport-WM in Aragon entsprechenden weder dem Können noch dem Anspruch von Ex-Champion Randy Krummenacher. Das Comeback war von unglücklichen Umständen geprägt.
Nach 15 Monaten Rennpause, wenigen Wintertests und mit neuem Team EAB Yamaha konnte Randy Krummenacher schlecht einschätzen, wo er zum Start der Supersport-WM 2021 steht. Zur ohnehin schon schwierigen Aufgabe kam hinzu, dass im MotorLand Aragon kaum etwas normal lief.
Das erste freie Training musste Krummi als Zuschauer verfolgen, weil seine Yamaha R6 wegen rutschender Kupplung nicht korrekt lief. Er hatte also nur das 45-minütige FP2, um sich auf die Superpole vorzubereiten. Dort der nächste Tiefschlag: Krummenacher stürzte bereits in seiner vierten Runde und qualifizierte sich lediglich für Startplatz 15.
Das erste Rennen am Samstagnachmittag beendete er als Elfter, 16,279 sec hinter Sieger Steven Odendaal aus dem Team Bardahl Evan Bros Yamaha, mit dem Krummenacher 2019 die Weltmeisterschaft gewonnen hat.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag kamen Schauer und Kälte, der zweite Lauf am Sonntagnachmittag war als Regenrennen deklariert. Auf abtrocknender Strecke waren sich die Fahrer bei der Reifenwahl uneins, ungefähr die Hälfte setzte auf Intermediates, während sich der Rest konservativ entschied und mit Regenreifen antrat.
Krummenacher gehörte zur Regenreifenfraktion, anfänglich sah auch alles danach aus, als wäre diese Entscheidung richtig. Von Startplatz 14 kommend, Niki Tuuli fehlte verletzungsbedingt, fuhr der Schweizer in der ersten Runde bis auf Platz 3 nach vorne und hielt sich dort für weitere drei Runden hinter den Überraschungsleuten Christoffer Bergmann und Marc Alcoba.
Dann war es vorbei mit der Herrlichkeit, mit den Regenreifen war auf abtrocknender Strecke nichts mehr zu machen. Krummi wurde bis auf Platz 9 durchgereicht und kam 36,4 sec hinter dem erneuten Sieger Odendaal ins Ziel, der jetzt mit maximalen 50 Punkten die Weltmeisterschaft anführt.
"Die Ergebnisse sind nicht, was ich mir erhofft hatte", gab Krummi zerknirscht zu Protokoll, der mit zwölf Punkten WM-Zehnter ist. "Leider sind verschiedene Dinge passiert, erst der Crash in der Superpole, dann die unsichere Wettersituation und letztlich die falsche Reifenwahl und das falsche Set-up. Ich lasse mich davon aber nicht entmutigen, zusammen mit meinem Team werde ich die Daten analysieren und schauen, wo wir uns verbessern können."
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