Domi Aegerter unterlag in wilden Windschattenduellen
Wenn Dominique Aegerter (Ten Kate Yamaha) in dieser Saison die Zielflagge sah, dann stand er auf dem Podium. Im Supersport-Rennen am Samstag in Portimao schrammte er an diesem als Vierter zum ersten Mal vorbei.
Most war eine Nullrunde für Domi Aegerter: Im ersten Rennen wurde er abgeschossen, für das zweite disqualifiziert. In den restlichen 14 Läufen vor Portimao stand der Schweizer immer auf dem Podest, grandiose zwölfmal als Sieger.
In Portugal kam der Weltmeister zum ersten Mal in dieser Saison ins Ziel und stand anschließend nicht auf dem Podium:
Das Rennen war atemraubend spannend, mit Triumph, Yamaha, Ducati und MV Agusta schafften es vier Hersteller in die Top-5.
Aegerter hatte sich in Rekordzeit für die Pole-Position qualifiziert, entschlossen setzte sich der 32-Jährige mehrmals an die Spitze des Feldes und versuchte auch jedes Mal, sich abzusetzen. Spätestens auf den Geraden wurde er aber wieder eingeholt, bis sich die Situation in der letzten Runde zuspitzte und Domi durch heftige Attacken seiner Gegner auf den vierten Platz zurückfiel.
"Ich habe ein spannendes Rennen erwartet, denn die Gerade hier ist sehr lang", schilderte der WM-Führende. "Und wie ich erwartet habe, gab es wilde Windschattenduelle. Es ist ein bisschen schade, dass die Distanz auf zwölf Runden verkürzt wurde. Ich wünsche den beiden Fahrern, die im Supersport-300-Rennen gestürzt sind, das Beste. Am Ende haben wir leider nur den vierten Platz belegt. Das sind wichtige Punkte für die Meisterschaft, aber leider haben wir unser Ziel, vor Baldassarri ins Ziel zu kommen, nicht erreicht."
Domi weiter: "Es waren immer sechs bis sieben Fahrer und vier verschiedene Hersteller in der Spitzengruppe, die sich einen harten Kampf um den Sieg lieferten. Leider haben wir diesen Kampf nicht gewonnen. Aber aus meiner Sicht wegen der vielen Windschattengefechte und nicht auf der Strecke in den kurvigen Abschnitten. So hoffe ich auf die volle Distanz am Sonntag, wir werden uns etwas anders vorbereiten, was das Windschattenfahren angeht. Oder eine andere Taktik wählen, die es mir erlaubt, einen kleinen Vorsprung aufzubauen. Ich bin sicher, dass wir am Sonntag etwas in der Tasche haben, sodass wir bis zum Schluss ums Podium und sogar den Sieg kämpfen können."
Aegerters Vorsprung in der Weltmeisterschaft gegenüber Baldassarri schrumpfte um sieben Punkte auf 29.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach