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Elektronik: Vorhergesagtes Sturz-Desaster blieb aus

So verärgert wie kein anderer hat MV-Agusta-Werksfahrer Jules Cluzel auf die Kastrierung der Elektronik in der Supersport-WM reagiert. Der Franzose zeichnete ein düsteres Bild – bislang zu unrecht.

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In der Superbike-WM verwenden die Teams seit 2015 eine Elektronik mit Kostendeckel, dasselbe ist seit diesem Jahr in der Supersport-WM Pflicht. Jeder Hersteller muss ein einheitliches elektronisches Steuergerät (ECU) mit dazugehöriger Software anbieten. So schraubte WM-Vermarkter Dorna die elektronischen Hilfsmittel deutlich zurück, Traktions-, Launch- und Wheelie-Kontrolle sind jetzt Fehlanzeige.

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"Wir werden mehr Fahrer im Krankenhaus sehen", schimpfte MV-Agusta-Werksfahrer Jules Cluzel im Vorfeld. MV hat das neue technische Reglement besonders hart getroffen, keine andere Elektronik war so ausgereift. "Ganz sicher werden im Regen viele Fahrer stürzen. In Moto2 in Donington crashten manche Fahrer im Regen fünf oder sechsmal an einem Wochenende."

Bislang wurde das von Cluzel gezeichnete düstere Bild nicht bestätigt, bei den ersten beiden Supersport-WM-Events in Australien und Thailand gab es nicht mehr Stürze als früher. Allerdings sahen wir bislang auch kein Training oder Rennen im Regen.

Es sind auch nicht alle Fahrer Cluzels Meinung. "Es war verrückt, was es in Supersport alles an Elektronik gab", sagte WM-Leader Randy Krummenacher aus dem Team Kawasaki Puccetti. "Das kostet richtig viel Geld. Mein Team hatte letztes Jahr drei Leute für die Elektronik, jetzt haben wir noch einen. Ich finde das gut, es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ob dadurch die Rennen spannender werden, weiß ich nicht. Mit der Elektronik heute können wir nur noch die Motorbremse und das Mapping verändern, wie in Moto2."

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