Jaume Masià (24): Der nächste SSP-Star aus der Moto2?
Weil Jorge Navarro bei Orelac Racing vertragsbrüchig wurde, erhielt Jaume Masià die Chance, für das spanische Ducati-Team in der Supersport-WM 2025 anzutreten. Der Rookie brauste in Cremona erstmals auf das Podium.
Eigentlich hatte Orelac VerdNatura für die Supersport-WM 2025 mit Jorge Navarro verlängert, doch der Spanier konnte zu einem späteren Angebot von Forward Racing für die Moto2 nicht nein sagen. Auf den letzten Drücker verpflichtete Teammanager Nacho Calero daraufhin Jaume Masia für die neue Saison. Als Moto3-Weltmeister von 2023 hatte sich Masia einen Namen gemacht, aber in der Moto2 ging er als WM-28. unter und stand ohne Vertrag für dieses Jahr dar.
Nach nur wenigen Testfahrten mit der Ducati V2 fuhr Masia in Australien und Portugal solide Top-7-Ergebnisse ein. Eine deutliche Steigerung sehen wir beim 24-Jährigen seit Assen. In den Niederlanden Vierter und Fünfter fuhr Masia am vergangenen Wochenende in Cremona nach Platz 4 im ersten Lauf im zweiten Rennen als Dritter auf das Podium. Den Sieg verpasste er jeweils nur um 1,1 und 0,7 sec.
"Am Ende war der Reifenverschleiß entscheidend", erklärte der aus Valencia stammende Masia SPEEDWEEK.com. "Mein Vorderreifen war auf der rechten Flanke perfekt. Obwohl es in Cremona aber mehr Linkskurven gibt, war der Hinterreifen auf der rechten Seite zerstört – ich habe keine Idee, warum das so war. In den letzten Runden fuhr ich wie auf Eis. Trotzdem war ich zufrieden mit meinem Racing. Es ist aber klar, dass wir uns verbessern müssen, um bis zum Schluss kämpfen zu können."
Erstaunlich: In der Gesamtwertung ist Masia als WM-Vierter mit 81 Punkten bester Ducati-Pilot! "Seit ich zu diesem Team und auf dieses Motorrad gewechselt war, bin ich schnell", freute sich der sympathische Spanier. "Ich fahre erst seit 2024 mit größeren Motorrädern und benötigte eine Weile, um mich anzupassen. Meine Gegner hier haben so viel mehr Erfahrung – Mahias ist zwölf Jahre älter und auch Manzi ist seit vier Jahren in dieser Serie unterwegs. Sie haben so viele Runden Vorsprung und kennen die Reifen in- und auswendig. Wenn ich gegen sie kämpfe, lerne ich und werde besser."
Masia ist der nächste gescheiterte Moto2-Pilot, der in der Supersport-WM auflebt und konkurrenzfähig ist. Der Spanier gibt zu: Der tiefe Fall vom Weltmeister zum Hinterbänkler im GP-Paddock hat ihm zugesetzt. "In diesem Sport benötigt man viel Zeit, um Selbstvertrauen aufzubauen – es braucht auch nur einen Moment, um es zu verlieren. Nach der Saison in der Moto2 war ich mental am Boden und spürte eine tonnenschwere Last auf meinen Schultern. Jetzt weiß ich, dass ich weiterhin schnell bin und werde wieder sicherer."
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