Marcel Schrötter (3.): «Sie sind nicht viel stärker»
Die Top-3 der Supersport-WM waren auch im zweiten Rennen auf dem Misano World Circuit tonangebend. Marcel Schrötter erklärt, weshalb er Stefano Manzi und Nicolo Bulega am Ende nichts entgegenzusetzen hatte.
Es war ein Augenschmaus, was Stefano Manzi (Ten Kate Yamaha), Nicolo Bulega (Aruba.it Ducati) und Marcel Schrötter (MV Agusta) am Sonntagmittag in Misano im zweiten Supersport-Lauf aufführten. Bis zur vorletzten Runde wechselten sie ihre Positionen in den Top-3 immer wieder, zu den Verfolgern klaffte eine Lücke von 5 sec.
In den letzten zwei Runden konnte Schrötter nicht mehr mithalten und musste etwas abreißen lassen. Als Manzi Bulega niederkämpfte und für den ersten Yamaha-Sieg des Jahres sorgte, war Schrötter nur Zuschauer.
"Ich hätte es bevorzugt, mehr eingebunden zu sein", meinte der Bayer, der als Dritter ins Ziel kam. "Meine Rennpace war nicht schlecht, nachdem wir nicht gerade gut ins Wochenende gestartet sind. Auch nach diesem Rennen habe ich noch kein unbedingtes Vertrauen ins Motorrad. Aber uns sind Schritte gelungen und wie man sehen konnte, sind wir dabei."
"Uns fehlte ein bisschen was, in gewissen Abschnitten sind wir nicht schnell genug", ergänzte Marcel gegenüber SPEEDWEEK.com. "Uns hat es an Konstanz gefehlt, dadurch machte ich zu viele kleine Fehler, die ungewöhnlich sind für mich. Ich hatte Mühe, mit dem Bike auf diesem Niveau am Limit schnell zu fahren und keine Fehler zu machen. Und Kleinigkeiten wirken sich hier mehr aus als auf anderen Strecken. Weil du hier von langsam bis schnell bis hart bremsen alles hast. Vor allem beim harten Anbremsen hatte ich Mühe. Ich habe versucht, das fahrerisch besser zu machen und es war auch besser. Trotzdem gab es Momente, in denen ich verloren habe. Das war ein sehr schnelles Rennen, wir fuhren Zeiten, die nahe an denen aus dem Qualifying lagen. Wenn du dir da einen Fehler leistest, kannst du den kaum wieder gutmachen. Letztlich hatte ich zu viel Mühe und zu viele Probleme, um in den Kampf um den Sieg eingreifen zu können. Natürlich bin glücklich, wieder auf dem Podium zu stehen. Aber ausgerechnet unsere zwei Hauptkonkurrenten sind wieder vor uns, das ist punktemäßig nicht optimal. Sie sind nicht viel stärker, wir sind nahe dran – aber wir brauchen ein bisschen mehr."
Schrötter holte im zehnten Rennen seinen vierten Podestplatz, in der Gesamtwertung liegt er hinter Bulega (197 Punkte) und Manzi (161) mit 147 Zählern auf Platz 3.
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