Marcel Schrötter: Der Defekt kam zur schlimmsten Zeit
WRP-Ducati-Pilot Marcel Schrötter muss bei der Supersport-WM in Assen von Startplatz 13 aus der fünften Reihe ins Rennen. Die Ausgangsposition für den Süddeutschen ist schwierig.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top 6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
Weiterlesen
Werbung
Marcel Schrötter steht beim dritten Meeting der Supersport-WM 2025 vor einer Herausforderung. Der Bayer wird das erste Rennen auf dem TT-Circuit in Assen lediglich von Startplatz 13 aus der fünften Reihe aufnehmen.
Werbung
Werbung
Dabei hatte der Freitag für den WRP-Ducati-Piloten vielversprechend begonnen. Im ersten freien Training wurde Schrötter Fünfter und rechnete sich Chancen auf eine starke Superpole aus. Doch genau dort machte ihm ein technisches Problem einen Strich durch die Rechnung. Noch bevor er richtig auf Zeitenjagd gehen konnte, musste der 32-Jährige einen Boxenstopp einlegen – wertvolle Minuten gingen verloren, am Ende blieben ihm nur drei gezeitete Runden. "Leider kann ich erneut nicht von einem guten Tag für uns berichten", hielt Schrötter fest. Bereits beim Verlassen der Box habe er ein ungutes Gefühl gehabt, wollte den Run aber nicht gleich abbrechen. Der Grund: Zum ersten Mal stand in Assen der superweiche SCX-Hinterreifen für die Superpole zur Verfügung. Schrötter versuchte es – vergeblich. In der zweiten Runde war endgültig klar, dass ein technischer Defekt vorlag.
Nach dem Stopp ging wertvolle Zeit verloren – inklusive einer Erkundungsrunde auf dem gleichen Reifen, um die Reparatur zu überprüfen. Das Resultat: Nur noch ein ernstzunehmender Versuch, um eine konkurrenzfähige Zeit zu setzen.
Werbung
Werbung
"Meine Rundenzeit war gar nicht so schlecht", meinte Schrötter rückblickend. "Aber unter normalen Umständen fahre ich die im ersten Run, um mit dem zweiten Reifen den nächsten Schritt zu machen." So blieb es bei Rang 13 mit einer Zeit von 1:37,435 min, auf die Bestzeit von Can Öncü (Yamaha) verlor er 1,251 sec.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top 6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
Weiterlesen
Zusätzlich machte Schrötter das Verhalten seiner Ducati Panigale V2 bei steigenden Temperaturen zu schaffen. Obwohl das niederländische Wetter in Assen aktuell nicht gerade für Hitze sorgt, war der Asphalt am Nachmittag durch die Sonne deutlich wärmer – und prompt taten sich erneut Probleme mit dem Fahrwerk auf.
"Im Moment bin ich damit nicht zufrieden", erklärte der Bayer offen. Er verwies darauf, dass sein Team als einziges mit einem K-Tech-Fahrwerk unterwegs ist und die Unterstützung bei der Abstimmung begrenzt sei. "Die Ducati ist ein gutes Motorrad, aber das Chassis und die Reifen spielen eine wichtige Rolle. In diesen Bereichen müssen wir uns definitiv verbessern, und zwar so schnell wie möglich."
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.