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Marcel Schrötter: Wind ist kein Freund der MV Agusta

Von Platz 3 im ersten freien Supersport-Training rutschte Marcel Schrötter im zweiten auf den 13. Platz ab. Dementsprechend lang war die nachträgliche Datenanalyse in Assen.

Im Artikel erwähnt

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Nach Platz 3 im ersten freien Training der Supersport-WM in Assen herrschte bei Marcel Schrötter und seinem Team MV Agusta Reparto Corse eitel Sonnenschein. Im FP2 sprang nur der 13. Rang heraus, sodass man sich anschließend einer sehr langen Auswertung und Fehlersuche hingab.

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Etwas schneller ging es mit Marcel Schrötters mediengerechter Tagesanalyse. So sagte er gegenüber SPEEDWEEK.com: "Das war am Morgen ein solider Start ins Wochenende, zumal wir mit dem Motorrad zum ersten Mal hier sind. In Session 2 ging es leider von Beginn an in eine komplett andere Richtung."

Konkret nannte er ein kleines technisches Problem gleich zu Beginn des zweiten freien Trainings. Somit kehrte er rasch an die Box zurück, dann unterbrach die rote Flagge wegen Jorge Navarros Sturz die noch mehr oder weniger bedeutungslose Zeitenjagd. In diese ging "Celli" mit den gleichen Reifen wie am Morgen, die allmählich aufrissen, sodass er ohnehin nicht in erster Linie aufs Ranking schaute.

Dennoch hatte sich der 30-jährige Bayer etwas mehr versprochen, zumal man, wie üblich, ein paar Änderungen am Bike vorgenommen hatte. Diese brachten allerdings nicht die erhofften Verbesserungen, sodass Schrötter sehr genau wusste, dass der 13. Rang nicht allein den besonderen Umständen zuzuschreiben war.

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"Das war definitiv kein Schritt in die richtige Richtung. Ich habe mich unwohler auf dem Bike gefühlt. Zudem war der Wind viel stärker als in der Früh. Wir wissen, dass das Motorrad sehr sensibel bei Wind ist. Ich denke, die Winglets, die wir an der Verkleidung haben, helfen da nicht. Es ist ärgerlich, weil wir so einen guten Einstand hatten. Das Ziel war natürlich, uns zu verbessern, aber wir haben uns verschlechtert. Nicht allein bei der Rundenzeit, sondern mit meinem Gefühl für das Motorrad."

Der offenkundige Rückschritt war kontraproduktiv, zumal die nächste Session die Superpole ist. "Wir werden wieder zur Basis zurückkehren. Hätten wir ein FP3, könnten wir noch was probieren. So gehen wir lieber den sicheren Weg. Die Jungs suchen zwar noch weiter, woran es lag, aber die konservative Variante ist mir lieber. Außerdem sollte ich mich auch fahrerisch steigern können. Da wäre eine Zeitenverbesserung mit der alten Einstellung nur logisch. Dann schaut es nicht so verkehrt aus", gibt sich der MV-Pilot optimistisch.

Dies stützt er auch auf die Tatsache, dass zum Beispiel Stefano Manzi im zweiten freien Training seine Zeit vom ersten nicht verbessern konnte. Und der hatte sogar im Vorfeld in Assen getestet. Ebenso weiß er, dass es Set-up-mäßig um Nuancen geht. "Wir reden da von drei Millimetern bei der Schwinge und wenigen Klicks bei den Dämpfern. Die Leute vom Team sagen auch, dass in der Vergangenheit der Niki Tuuli in einer Session super war und, obwohl man nichts am Motorrad verändert hatte, in der nächsten bei anderen äußeren Bedingungen das Bike praktisch unfahrbar war. Wir müssen lernen und verstehen, wie das Motorrad auf äußere Veränderungen reagiert. Deshalb auch die lange Datenanalyse."

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