Neues Honda-Team: Midori Moriwaki muss sich verbünden
Teamchefin Midori Moriwaki bringt 2023 nicht nur zwei Superbike-Piloten an den Start, sondern auch zwei Honda in der Supersport-WM. Damit hat sich die Japanerin einiges aufgebürdet.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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2019 kehrte Honda werksseitig in die Superbike-WM zurück, das geschah unter dem Deckmantel des Teams Althea MIE Honda. Seit 2020 stellt die Honda Racing Corporation ein eigenes und an das MotoGP-Team angegliedertes Superbike-Werksteam. Die Teambosse Genesio Bevilacqua (Althea) und Midori Moriwaki (MIE) machten daraufhin mit einem eigenen Team weiter, trennten sich aber noch während der Saison 2020 wegen Erfolglosigkeit.
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Seither ist Midori Moriwaki allein am Ruder. 2023 wird die umtriebige Japanerin neben zwei Superbikes mit Hafizh Syahrin und Neuzugang Eric Granado auch in der Supersport-WM mitmischen: Die beiden CBR600RR Race Base werden vom Briten Tarran Mackenzie und dem Malaysier Adam Norrodin pilotiert. Anfang 2022 verlegte Moriwaki den MIE-Teamsitz von Prag zum Sachsenring, die Zusammenarbeit mit dem Tschechen Milos Cihak, bislang Midoris linke Hand, wird nicht fortgeführt.
Seit vergangenem Sommer akquiriert Moriwaki neues und zusätzliches Personal. Als sie merkte, dass sie das Supersport-Team nicht allein auf die Beine stellen kann, fing sie an nach einem Partner zu suchen. Es gab Gespräche mit Fabio Evangelista, dem Eigentümer des erfolgreichen Yamaha-Teams Evan Bros, auch das Kallio-Team stand zwischenzeitlich zur Diskussion.
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Problematisch für die beiden Weltmeister-Teams: Sie hätten ihre Identität quasi aufgeben müssen. Da er seitens HRC keinerlei Garantien für die Zukunft erhalten hätte, bewertete Evangelista Moriwakis Vorschlag als nicht besonders reizvoll.
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Jetzt hat sich Midori mit dem spanischen MS-Team verbündet, zumindest vorläufig lautet der offizielle Teamname MIE MS Racing Honda.
MS agiert seit 2019 in der mittleren Hubraumkategorie und gab aus der Supersport-300-WM kommenden Fahrern wie Daniel Valle, Andy Verdoia, Galang Hendra Pratama und Unai Orradre eine Chance. 2020 konnte das Team mit Verdoia sensationell die Regenlotterie in Barcelona gewinnen, davon abgesehen machte es nur selten von sich reden. Wie genau die Zusammenarbeit zwischen MIE und MS ablaufen wird, wurde bislang nicht kommuniziert. Naheliegend ist, dass MIE in Deutschland die Motorräder aufbaut und sich MS von Spanien aus während der Saison um die Logistik sowie Wartung kümmert und einige Mechaniker stellt.
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"Wir bei MS Racing sind sehr glücklich, in dieses Projekt mit Midori und Honda eingebunden zu sein", teilte Teamchef Felix Garrido mit. "Wir sind uns der Herausforderung eines Projekts in diesem Ausmaß bewusst und werden alles geben, um erfolgreich zu sein." Die Brücken zu Yamaha bricht MS Racing vorsichtshalber nicht ganz ab: In der Supersport-300-WM werden sie nächste Saison bLU-cRU-Cupsieger Enzo Valentim auf einer R3 einsetzen.
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