Philipp Öttl hat den dritten WM-Rang zurückerobert
Den beiden Yamaha-Piloten Aegerter und Odendaal hatte Philipp Öttl im ersten Supersport-Rennen in Assen nichts entgegenzusetzen. Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln holt der Kawasaki-Pilot das Maximum heraus.
Bis auf seinen Sturz in Führung liegend in der ersten Kurve des zweiten Aragon-Rennens, hat sich Philipp Öttl dieses Jahr keinen Fehler erlaubt. Der Bayer aus dem Team Puccetti Kawasaki brauste im siebten Rennen zum vierten Mal aufs Podium, ins Ziel kam er nie schlechter als auf Rang 6.
Besser sind nur die beiden Yamaha-Fahrer Dominique Aegerter (144 WM-Punkte) und Steven Odendaal (122), die bereits deutlich vor Öttl liegen, der jetzt 88 Punkte hat und mit seinem dritten Platz Luca Bernardi (12./CM Yamaha) den dritten Gesamtrang wieder abgeknöpft hat.
Öttl kam mit knapp neun Sekunden Rückstand ins Ziel, den Speed von Aegerter und Odendaal konnte er nicht bis zum Schluss mitgehen. "Pflicht erfüllt, das war genau mein Plan", erzählte Philipp beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Ich wollte mich für die erste Startreihe qualifizieren und mit den beiden mitfahren. Dann hoffte ich, dass sich hinter uns eine Lücke auftut – ich habe gesehen, dass wir drei dieses Wochenende die Schnellsten sind. Die ersten zehn Runden habe ich darauf geschaut, dass ich dranbleibe, deren Hinterreifen hat aber vier Runden länger durchgehalten. Ich musste abreißen lassen, was hätte ich tun sollen?"
Weil die Supersport-Klasse in Donington Park nicht dabei war, hatte Öttl eine sechswöchige Sommerpause. Während viele andere Teams diese Zeit nützten, um Fortschritte zu erzielen, herrschte bei Puccetti Stillstand.
"Ich hätte nicht gedacht, dass zuhause sitzen und den anderen bei den Tests in Barcelona zuschauen müssen, mich so aus der Bahn schmeißt", gab Öttl zu. "Ich bin bester Kawasaki-Fahrer, das Motorrad geht wie die Feuerwehr. Aber man muss sich trotzdem immer weiter verbessern. Alles, was ich dem Team sage, belege ich mit Resultaten. Ich kann nur jeden Tag das Maximum auf dem Motorrad geben, was ich auch mache. Es gibt Strecken, auf denen wir besser und auf denen wir schlechter sind – aber Yamaha ist halt immer gut. Ich hätte die Chance gehabt, dieses Jahr Yamaha zu fahren, aber ich wollte das nicht. Ich wollte im Puccetti-Team bleiben, weil das die besten Leute für mich sind."
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