Portimão ohne QJ MOTOR – was hinter dem Homologation-Skandal steckt
Der Europaauftakt der Supersport-WM 2026 in Portimão begann mit einem kleinen Skandal. Überraschend wurde der QJ MOTOR SRK800RS von der FIM die Homologation entzogen. Die Hintergründe.
Seit 2024 ist QJ MOTOR in der Supersport-WM aktiv. Im ersten Jahr nur mit Raffaele De Rosa, expandierte der chinesische Hersteller 2025 auf eine zweite SRK800RR mit Niki Tuuli. Konkurrenzfähig wurde QJ erst mit der Einführung der SRK800RS, die über ein verbessertes Chassis, deutlich reduziertes Gewicht, eine neue Verkleidung mit effizienterer Aerodynamik sowie einen leistungsstärkeren Reihenvierzylindermotor mit 778 ccm verfügt. Dieses neue Modell kam erstmals am Wochenende in Magny-Cours zum Einsatz – und De Rosa fuhr in beiden Rennen solide in die Top-15.
Nachdem der Finne am Saisonende Helm und Lederkombi an den Nagel hing, wurde für 2026 Moto2-Ass Marcos Ramirez als Nachfolger verpflichtet. Ab Portimão sollten der Spanier und der Italiener regelmäßig in die Punkteränge fahren.
Am Donnerstagabend überraschte die FIM aber mit einer aktualisierten Liste der homologierten Motorräder. Gravierendste Änderung: Der SRK800RS wurde aufgrund Nichteinhaltung der Vorschriften die Homologation entzogen, was ein Startverbot von Ramirez und De Rosa zur Folge hatte!
SPEEDWEEK.com fand heraus: Hintergrund dafür ist, dass die vorgeschriebene Anzahl von Motorrädern nicht produziert wurde. Im Fall von QJ MOTOR wären das 125 Motorräder zum Zeitpunkt der Homologation und 250 Stück zum 31. Dezember 2025.
Offen blieb, warum der Weltverband die SRK800RS bereits im vergangenen Jahr und auch in der einer aktualisierten Liste vom 18. Februar 2026 Phase 1 und Phase 2 der Homologation als erledigt bestätigt hat.
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