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Grandioser Philipp Öttl: Das schafften nur drei deutsche Rennfahrer vor ihm
Obwohl Stefano Manzi (Ten Kate Yamaha) im zweiten Supersport-Rennen in Donington Park stürzte und dann auch noch einen Long-lap-Penalty bekam, brauste er auf Platz 5. Für die FIM-Stewards findet er wenig schöne Worte.
Stefano Manzi aus dem Team Ten Kate Yamaha wäre der Einzige gewesen, der dem in England überragenden WM-Leader Nicolo Bulega (Aruba.it Ducati) Paroli hätte bieten können. Doch der Italiener machte sich das Leben selbst schwer. In der fünften Runde hatte der 24-Jährige einen harmlosen Ausrutscher, konnte seine R6 wieder aufklauben, fiel aber vom zweiten auf den zehnten Platz zurück.
Sein anschließender Vorwärtsdrang war unwiderstehlich, er schnupfte die Gegner einen nach dem anderen auf. Nach Runde 9 war er bereits wieder Sechster, als er an Ex-Weltmeister Lucas Mahias (Puccetti Kawasaki) geriet. Manzi hatte sich innen hinein gebremst, Mahias hielt außen dagegen. Am Kurvenausgang kam es zu einer leichten Berührung, worauf der Franzose aufs Gras geriet.
Das FIM WorldSBK Stewards Panel stufte das Manöver als "unverantwortlich" ein und brummte Manzi einen Long-lap-Penalty auf. Dieser kostete den WM-Zweiten drei Positionen und er war wieder Neunter. In den restlichen zehn Runden konnte er sich noch bis auf den erstaunlichen fünften Platz nach vorne kämpfen und betrieb damit Schadensbegrenzung. Da Bulega in England beide Rennen gewann, nahm er Manzi aber 19 Punkte ab und hat jetzt 55 Vorsprung.
"Während des Rennens war mir nicht klar, weshalb ich ihn bekommen habe", meinte Manzi zum Long-lap-Penalty, als sich SPEEDWEEK.com mit ihm traf. "Mein Team hat es mir später erklärt. Aber es war wie immer: Sie wissen nicht, was sie tun. Welche Regel habe ich dieses Mal gebrochen, dass ich einen Long-lap-Penalty erhielt? Mahias hielt außen dagegen und fuhr aufs Gras. So etwas ist schon andere Male passiert und nichts passierte. Es ist nicht mein Problem, dass es eine große Grauzone gibt. In der Vergangenheit passierte bei so etwas gar nichts. Das passierte oft und mit vielen Fahrern – das gehört zum Rennsport. Mein Problem ist, wenn ich eine Strafe bekomme."
Obwohl Manzi zeitweise deutlich schneller fuhr als Bulega, schätzt er seine Siegchancen selbst ohne die beschriebenen Vorkommnisse als gering ein. "Ich war stärker als am Samstag, letztlich hatte er aber 2/10 sec mehr in der Hinterhand als ich. Es war schwierig, weil uns die unfairen Regeln deutlich benachteiligen. Hier war es sogar noch schlimmer als in Misano. Schau dir nur an,
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