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Der Italiener Stefano Manzi aus dem Team Ten Kate Yamaha konnte mit Siegen in beiden Supersport-WM-Rennen in Imola den Rückstand in der Gesamtwertung gegenüber Nicolo Bulega (Ducati) auf 41 Punkte verringern.
Stefano Manzi war der überragende Fahrer in den beiden Supersport-WM-Läufen in der Emilia-Romagna. Das erste Rennen am Samstag wurde nach einem Sturz von Niki Tuuli (Triumph) abgebrochen und gewertet, Manzi lag zu diesem Zeitpunkt deutlich vor dem Zweiten Marcel Schrötter (MV Agusta).
Im zweiten Lauf dominierte Manzi und gewann auf der Ten-Kate-Yamaha mit über sieben Sekunden Vorsprung auf WM-Leader Nicolo Bulega (Aruba.it Ducati) und konnte seinen Rückstand in der Gesamtwertung damit auf 41 Zähler reduzieren.
"Ich fuhr vorher nur einmal in Imola, damals war es aber ein Desaster", erinnerte sich Manzi im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Wärst du neben mir hergelaufen, wärst du schneller gewesen. Als ich wieder dorthin kam, fühlte ich mich aber gleich gut, weil ich ein sehr gutes Team wie Ten Kate hinter mir habe. Aufeinanderfolgende Siege vor meinen Heimfans einzufahren, war unglaublich. Ich fuhr dieses Jahr vier Rennen in Italien, dreimal gewann ich und einmal wurde ich Zweiter, das war fantastisch. Zu Saisonbeginn konnte ich keine solche Rennen zeigen, dafür Bulega. Jetzt können wir das auch, hoffentlich geht es so weiter."
Das gibt natürlich Auftrieb für die anstehenden Aufgaben. "Nach dem Rennen in Donington sagte mir mein Team, dass ich nur alle weiteren Rennen gewinnen muss, dann gehört die Meisterschaft mir", schmunzelte Manzi. "Ich sagte, okay, lasst es uns versuchen. Druck gibt es nur in Reifen. Rennsport ist immer eine Kombination aus dem Fahrer und Team. Mein Team hat nie aufgehört zu arbeiten. Wenn wir Zweiter werden, dann reisen wir nicht zum nächsten Rennen, um erneut Zweiter zu werden. Also arbeiten wir. Aber wir haben nicht mehr viele Bereiche, in denen wir uns verbessern können, weil dieses Motorrad schon 15 Jahre alt ist. Irgendwann weißt du alles. Das Team arbeitet im Hintergrund aber trotzdem und bringt ein immer schnelleres Motorrad an die Strecke. Es gibt immer Verbesserungen, auch wenn es nur mein Gefühl ist."
Das Team Ten Kate und Manzi haben bereits ihren Willen zum Ausdruck gebracht, auch 2024 zusammenzuarbeiten. "Es wäre sehr seltsam, wenn wir das nicht tun würden", meinte Teammanager Kervin Bos. Jorge Navarro, nach 14 Rennen nur ein Drittel der Punkte von Manzi hat und WM-Zehnter ist, muss sich voraussichtlich nach einem neuen Job umsehen.
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