Zweimal Dritter: Sofuoglu macht MV Agusta viel Freude
Der 19-jährige Bahattin Sofuoglu hat sich in seiner zweiten Saison in der Supersport-WM zu einem Topfahrer entwickelt. In Most fuhr er zweimal aufs Podest und hat damit Rang 5 in der Gesamtwertung gefestigt.
Bahattin Sofuoglu, der Sohn eines Cousins von Supersport-Rekordchampion Kenan Sofuoglu, kommt aus der Supersport-300-WM und stieg 2022 in die mittlere Hubraumkategorie auf. In der zweiten Hälfte des Vorjahres konnte er bereits mit drei fünften und zwei siebten Plätzen überzeugen, dieses Jahr legt der 19-Jährige noch eine Schippe drauf. Auf seinen dritten Platz und ersten Sieg im Mai in Barcelona ließ er in Most zwei weitere dritte Plätze folgen und hat damit Position 5 in der Gesamtwertung gefestigt. Zum Vierten Federico Caricasulo (Althea Ducati) fehlen ihm zur Sommerpause 38 Punkte, acht Rennen kommen noch.
Was in Tschechien besonders beeindruckte: Sofuoglu setzte sich im verkürzten ersten Rennen im Trockenen mit einem beherzten Manöver gegen Raffaele De Rosa (Orelac Ducati) in der letzten Kurve durch. Und im zweiten Lauf, als es zwischenzeitlich regnete, brachte er seine MV Agusta F3 800 auf Slicks ins Ziel und erneut aufs Podium. Und das, obwohl er einmal stürzte und auch noch eine Long-lap-Strafe bekam.
"In der Startaufstellung fragte mich mein Teamchef, was ich tun wolle, sollte es zu regnen beginnen", erzählte Bahattin beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Ich sagte ihm, dass ich weiterfahren werde. Dann hatte ich die ersten Regentropfen auf dem Visier – und stürzte drei Sekunden später. Später regnete es stärker, ich wollte aber nicht in die Boxengasse zum Reifenwechsel fahren, weil mir Platz 1 angezeigt wurde."
In der neunten und zehnten Runde kreuzte Sofuoglu als Erster die Ziellinie, dann wurde er vom im Regen
Kenan Sofuoglu hat schon öfter erzählt, dass es zum Trainingsprogramm für seine Fahrer gehört, mit alten Reifen und bei sehr wenig Grip zu fahren. Das hat sich für Asse wie Toprak Razgatlioglu und Can sowie Deniz Öncü ausbezahlt.
Hilft das auch Bahattin?
"Das hilft sicher", meinte der Barcelona-Sieger. "Aber wenn wir solche Bedingungen auf seiner Strecke haben, dann fahre ich nicht. Hätte ich das getan, dann wäre ich mit Slicks im Regen vielleicht schneller gewesen. Jetzt bin ich Fünfter und orientiere mich nach vorne. Dafür brauche ich in den letzten acht Läufen aber immer gute Resultate. Natürlich möchte ich WM-Dritter werden, Marcel hat aber 85 Punkte Vorsprung auf mich. Das wird schwierig."
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