Yamaha R7: 20 PS mehr als in der Serie sind zu wenig für die Sportbike-WM
Die Yamaha R7 gilt als das schwächste Motorrad in der neuen Sportbike-WM. Es dauerte bis zum Meeting im MotorLand Aragón, bis Carter Thompson das erste Podium einfahren konnte.
In der Sportbike-WM sind sieben Hersteller engagiert, davon haben Kawasaki, Suzuki und Aprilia Siege eingefahren. Triumph kämpfte mehr verschiedenen Piloten an der Spitze und holte Podestplätze. Ausgerechnet Yamaha – die Marke, auf die die meisten Piloten setzten – war zu Saisonbeginn nicht konkurrenzfähig.
Erst am vergangenen Wochenende konnte Carter Thompson in Aragón als Zweiter im Sonntagsrennen die Durststrecke von Yamaha beenden. Der Australier war in der abgeschafften 300er-WM mit Kawasaki regelmäßig an der Spitze zu finden.
«Zu Saisonbeginn hatten wir Schwierigkeiten – mit dem Chassis, dem Motor und insgesamt hat das Bike nicht gut funktioniert», erklärte der 18-Jährige gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir hatten zu wenig Leistung, das Turning war schlecht. Es waren viele Probleme auf einmal. Nach und nach haben wir es besser hinbekommen. Das Chassis arbeitet schon recht gut, nur bei der Beschleunigung aus den Kurven verlieren wir noch etwas. »
Dass die Motorleistung der R7 nicht überragend ist, ist nicht überraschend. Es gibt zwar einen Kit von Yamaha, aber die Ausgangsbasis ist mit etwas mehr als 70 PS sehr gering. Zielgröße in der Sportbike-Kategorie sind 90 PS.
«Der Race-Kit von Yamaha ist gut – wir haben 20 PS mehr als das Serienmotorrad», erklärte Thompson. «Allerdings benötigen wir noch mehr Leistung, denn die anderen Bikes haben uns etwas voraus und auch mehr Drehmoment. Wir arbeiten hart daran und auch Yamaha. Zu Beginn war das Bike nicht atemberaubend, aber es wird immer besser. Der Top-Speed ist okay, aber es dauert zu lange, bis wir ihn erreichen.»
Thompson macht keinen Hehl daraus, warum er dennoch ganz bewusst bei Yamaha unterschrieb.
«Sie unterstützen die Fahrer sehr. Und wenn es gut läuft, gibt es einen klaren Plan für die weitere Karriere, mitunter bis in die MotoGP. Ich beginne hier in der Sportbike-WM und hoffentlich kann ich mit Yamaha in höhere Kategorie wechseln», verriet der Teenager.
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