Miller: «Wäre es um die Meisterschaft gegangen, hätte es mehr Spaß gemacht»
Pramac-Yamaha-Ass Jack Miller holte beim MotoGP-Wochenende in Mugello einen WM-Punkt. Dennoch war er nicht unzufrieden. Was er zum Duell mit Razgatlioglu, Quartararo und Morbidelli sagt.
Jack Miller (Pramac) landete beim Italien-GP in Mugello auf den Rängen 16 und 15. Es war für alle Yamaha-Piloten hinsichtlich der Resultate ein frustrierendes Wochenende, an dem man dem Feld hinterherfuhr. Der MotoGP-Routinier sah dennoch positive Ansätze. «Zufrieden mit dem Wochenende, einem Wochenende voller Fortschritte. Wir kennen unsere Schwächen, aber wir kämpfen weiter», so das Resümee von Miller.
Dann ging der Australier auf die Probleme mit der Yamaha M1 ein. Insbesondere auf der 1.141 m langen Start-Ziel-Geraden waren die Fahrer des japanischen Bikes aufgrund fehlender Motorleistung etwas verloren. «Wenn du zwei Zehntel auf die Jungs vor dir verlierst und es nicht schaffst, die Lücke vor der letzten Kurve zu schließen, dann ist es vorbei, denn dann bist du nach der Geraden sieben Zehntel zurück», erklärte Miller. «Mit dem Windschatten kannst du etwa 10 bis 12 km/h gewinnen. Aber auch beim Herausbeschleunigen aus den Kurven hatte ich Probleme; ich musste sehr vorsichtig mit dem Gas sein. Wir haben dieses Wochenende aber auch ein paar neue Sachen ausprobiert – wir werden weiter daran arbeiten und alles testen, was wir haben.»
Miller kämpfte mit Franco Morbidelli (VR46 Ducati), Fabio Quartararo und Teamkollege Toprak Razgatlioglu um den letzten WM-Punkt. «Es hat so viel Spaß gemacht, wie es eben Spaß macht, um einen Punkt zu kämpfen. Wäre es um die Meisterschaft gegangen, hätte es noch viel mehr Spaß gemacht», schmunzelte «Jackass». «Ich glaube aber, diese kleinen Duelle untereinander machen uns zu besseren Fahrern.» Miller überquerte die Ziellinie auf Position 16. In der letzten Runde überfuhr aber Toprak die Streckenbegrenzung. Er wurde bestraft und um einen Platz nach hinten versetzt – der letzte WM-Punkt ging somit an Miller.
Alex Rins klagte in Mugello über das schlechte Einlenkverhalten der Yamaha. Ging es Miller ähnlich? «Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Ich fahre seit Jerez das andere Chassis. Was die reine Performance angeht, ist es vielleicht nicht ganz so gut wie das andere, aber was das Feedback angeht, bin ich ziemlich zufrieden damit», versicherte er. «Das ist die Richtung, in die wir arbeiten, um zu verstehen, wie wir auch mit diesem Paket die Performance verbessern können.»
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