Zeitplan zum großen Finale von Salt Lake City: Wird Ken Roczen Champion?
Die US-Supercross-Meisterschaften werden sich am kommenden Wochenende in Salt Lake City entscheiden. Ken Roczen (Suzuki) startet mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt ins Saisonfinale.
Am kommenden Wochenende wird sich entscheiden, ob Ken Roczen (Suzuki), der mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt nach Utah reist, die prestigeträchtigste Meisterschaft des Globus gewinnt. 13 Jahre nach seinem Wechsel aus Europa in die USA und 10 Jahre nach seinem Westküsten-Titel hat der Thüringer im offenen Rice Eccles Stadium von Salt Lake City die Chance seines Lebens. Nicht nur die deutschen Fans werden 'Kickstart Kenny' die Daumen drücken, denn sein Erfolg ist in vielerlei Hinsicht besonders: Während seine Kontrahenten Werksfahrer in Teams mit Millionenbudgets sind, startet Ken Roczen mit der Suzuki RM-Z450, die seit 2017 lediglich in Details weiterentwickelt wurde, einerseits als krasser Außenseiter. Andererseits ist er in den USA seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreich, aber dieser eine und bedeutende Titel fehlt ihm noch. Genau das macht seinen Erfolg auch so speziell. Die Suzuki ist das einzige Bike im Feld, das noch mit einem Kickstarter in Gang gesetzt werden muss. Auf der Habenseite steht, dass Ken Roczen mit seinem Bike extrem verwoben ist, er ist praktisch eins mit seinem Motorrad.
Ausgangslage
Ken Roczen startet mit dem Red Plate des Meisterschaftsführenden. Bei einem Punktunterschied von einem Punkt ist allerdings klar, dass Ken Roczen in jedem Falle im Finale von Salt Lake City vor Hunter Lawrence ins Ziel kommen muss. Selbst wenn beide Meisterschaftskandidaten weit zurückfallen würden und am Ende Gleichstand herrscht, wäre Lawrence mit 5 Erfolgen gegenüber den 4 Siegen von Roczen im Vorteil. Kurz gesagt: Die Platzierung spielt keine Rolle, aber Roczen muss vor Lawrence ins Ziel kommen, um Champion zu werden.
Wie kann es Ken Roczen schaffen?
Der australische HRC-Werksfahrer Hunter Lawrence ist nach seinem 5. Saisonerfolg vor einer Woche in Denver mental im Vorteil. Als Nachteil könnte sich für Ken Roczen auch die Höhenlage von Salt Lake City erweisen, denn bei 1300 Metern Höhe lassen die Leistungswerte der Motoren spürbar nach. Das trifft natürlich alle Fahrer und Motorräder gleichermaßen, aber Roczens Suzuki hat eventuell weniger Reserven als andere Bikes. All dies ist natürlich Spekulation. Fakt ist, dass Ken Roczen im schlechtesten Fall die Meisterschaft auf Platz 2 beenden wird und auch das wäre eine mehr als respektable Leistung, aber wir hoffen natürlich auf die Meisterschaft. Ken Roczen wäre auch der erste deutsche Fahrer, der die amerikanischen Supercross-Meisterschaften in der Premiumklasse gewinnt.
Die Strecke
Der Kurs im Rice Eccles Stadium verfügt über eine ausgedehnte Sandsektion. Die Whoops gehen über 11 Hügel. Das Waschbrett liegt dem Deutschen und das könnte ihm zum Vorteil gereichen.
Wetteraussichten
Bei Sonnenschein, wolkenlosem Himmel und Tageshöchsttemperaturen von 22 Grad sind die äußeren Bedingungen für das Saisonfinale perfekt. Bei Regen und Schlamm hätte Roczen eventuell Vorteile, aber es wird trocken bleiben.
450 Meisterschaftsstand nach Event 16 von 17:
Ken Roczen (D), Suzuki, 332
Hunter Lawrence (AUS), Honda, 331 (-1)
Cooper Webb (USA), Yamaha, 297 (-35)
Eli Tomac (USA), KTM, 275 (-57)
Justin Cooper (USA), Yamaha, 251 (-81)
Chase Sexton (USA), Kawasaki, 212 (-120)
Joey Savatgy (USA), Honda, 194 (-138)
Malcolm Stewart (USA), Husqvarna, 190 (-142)
Justin Hill (USA), KTM, 172 (-160)
Jorge Prado (E), KTM, 169 (-163)
East/West-Showdown
Nachdem die Ost- und West-Regional-Meisterschaften bereits vorzeitig entschieden sind, geht es beim East/West-Showdown in erster Linie ums Prestige. Auch die Podiumsentscheidungen werden in beiden Meisterschaften endgültig fallen.
West-Meisterschaftsstand nach Runde 9 von 10:
Haiden Deegan (USA), Yamaha, 215
Levi Kitchen (USA), Kawasaki, 155 (-60)
Max Anstie (GB), Yamaha, 148 (-67)
Ryder DiFrancesco (USA), Husqvarna, 147 (-68)
Max Vohland (USA), Yamaha, 130 (-85)
Michael Mosiman (USA), Yamaha, 107 (-108)
East-Meisterschaftsstand nach Event 9:
Cole Davies (NZL), Yamaha, 206
Seth Hammaker (USA), Kawasaki, 180, (-26)
Daxton Bennick (USA), Husqvarna, 160, (-46)
Coty Schock (USA), Yamaha, 137, (-69)
Nate Thrasher (USA), Yamaha, 133, (-73)
Devin Simonson (USA), Yamaha, 122, (-84)
So können die Rennen verfolgt werden:
Ab 19 Uhr:
Race Day Live (kostenlos)Livetiming (kostenlos)Livestream (kostenpflichtig)
Zeitplan, Samstag, 9. Mai 2026*):
18:47 – 250 Overflow Qualifying
19:04 – 250 West Qualifying
19:21 – 250 East Qualifying
19:38 – 450 Gruppe A Qualifying
19:55 – 450 Gruppe B Qualifying
20:12 – 450 Gruppe C Qualifying
21:10 – 250 Overflow Qualifying
21:27 – 250 East Qualifying
21:44 – 250 West Qualifying
22:06 – 450 Gruppe A Qualifying
22:23 – 450 Gruppe B Qualifying
22:40 – 450 Gruppe C Qualifying
Sonntag, 10. Mai 2026*):
Vorläufe:
01:06 – 250 East Heat
01:20 – 250 West Heat
01:34 – 450 Heat #1
01:48 – 450 Heat #2
LCQ:
02:21 – 250 Last Chance Qualifier
02:33 – 450 Last Chance Qualifier
Finals
02:57 – East/West-Showdown
03:29 – 450 Main Event
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach