Marc Marquez (13.) strauchelte in Le Mans: «Ich muss einiges ändern!»
MotoGP-Champion Marc Marquez erlebte in Le Mans einen schwierigen ersten Trainingstag. Am Samstag muss er den Umweg über das Q1 nehmen. Der Ducati-Werksfahrer erklärt, weshalb es nicht gut lief.
Marc Marquez hatte am ersten Trainingstag in Le Mans zu kämpfen. Der Weltmeister blieb am Freitag unauffällig – das FP1 beendete er auf Rang 9, im Zeittraining landete er auf dem 13. Rang. Auf LCR-Honda-Pilot Johann Zarco, der am Nachmittag die schnellste Zeit in den französischen Asphalt brannte, fehlten ihm 0,464 sec.
Die Platzierung außerhalb der Top-10 bedeutet auch, dass MM93 am Samstag schon im Q1 ran muss. Dort steigen die schnellsten zwei Fahrer ins Q2 auf, in dem dann die vorderen Startplätze ausgefahren werden.
An was ist es gelegen am Freitag? «Es war von Beginn an ein schwieriger Tag. Es dauerte, um mit dem Bike ein Feeling aufzubauen», haderte Marquez. «Schritt für Schritt arbeitete ich dann in die Richtung, von der ich dachte, dass es die beste ist. Wir kamen dann immer näher, aber bei der finalen Zeitenjagd war ich nicht dazu in der Lage, eine anständige Runde zu fahren. Morgen werden wir weiterarbeiten. Das Wichtigste ist, dass das Motorrad gut funktioniert und ich mich damit okay fühle.»
Am Motorrad liegt es nicht
Dass die Ducati GP26 auf dem Bugatti Circuit konkurrenzfähig ist, haben Teamkollege Pecco Bagnaia, Fabio Di Giannantonio und Bruder Alex bewiesen. Die drei landeten im Zeittraining auf den Rängen 2, 3 und 4. Kurz vor dem Ende der Session hatte Bagnaia einen Crash – es wurde die gelbe Flagge geschwenkt und es war auch Marc Marquez nicht mehr möglich, sich zu verbessern.
«Das Motorrad funktioniert gut. Es sieht aber danach aus, dass ich bei der Zeitenjagd mehr zu kämpfen habe, als bei meiner Race-Pace», führte der Spanier weiter aus. «Ich habe Schwierigkeiten mit dem Gefühl für das Vorderrad. Es liegt aber mehr an meinem Fahrstil. Ich muss ein paar Sachen ändern, um mich bei diesem Punkt zu verbessern.»
2025 konnte der Champion im Vergleich zu den anderen Ducati-Piloten den Unterschied machen. Im Zeittraining in Le Mans war er nur der viertschnellste Desmosedici-Fahrer. Hatte er einfach einen schlechten Tag oder haben die anderen einen Schritt gemacht? «Ich war schon das gesamte Jahr nicht der schnellste Ducati-Pilot», stellte der 33-Jährige klar. «Vielleicht im ersten Rennen, aber danach hatte ich immer mehr zu kämpfen. Wenn ich die Rundenzeiten vergleiche, bin ich langsamer. Ich muss ruhig bleiben, innerhalb meiner Box weiterarbeiten und versuchen, mich zu verbessern – ohne etwas Verrücktes beim Motorrad zu machen. Ich muss einfach fahren und Vertrauen aufbauen.»
Regen könnte helfen
Für den Grand Prix am Sonntag ist Regen vorausgesagt. Hat er bei nassen Bedingungen mehr Chancen? «Natürlich, wenn der Regen kommt, ist alles mehr offen. Es sieht danach aus, dass wir im Trockenen mehr Probleme haben», musste Marquez zugeben. «Ich glaube aber daran, dass wir uns im Trockenen verbessern können. Das Q1 ist aber die schlimmste und schwierigste Session des ganzen Wochenendes. Wir versuchen, uns bei nassen und trockenen Bedingungen zu verbessern.»
In Sachen Aerodynamik hat sich Marc Marquez dafür entscheiden, auf eine andere Variante zurückzugreifen, die mehr auf der vom letzten Jahr basiert – im Gegensatz zu den Werksfahrern Bagnaia, Di Giannantonio und Alex Marquez. «Dies ist eine technische Entscheidung, die ich gemeinsam mit Ducati getroffen habe», betonte er. «Ich habe eine andere Körpergröße – Diggia, Pecco und Alex sind viel größer. Für meine Position auf dem Bike glauben sie (Ducati), dass dies für mich die passende Verkleidung ist. Die Richtung ist aber die gleiche, wie bei den anderen.»
Nach Marquez-Aktion in Jerez: FIM-Regeln angepasst
Immerhin hat es der Weltmeister wieder einmal geschafft, dass die FIM-Regeln angepasst werden. So ist ab dem Frankreich-GP «bei allen Trainingssessions und Rennen die Einfahrt in die Boxengasse nur über den ausgewiesenen Einfahrtspunkt und die ausgewiesene Route gestattet, die durch die unterbrochene weiße Linie markiert sind – dabei ist die Einfahrtsstraße zur Boxengasse zu befahren und der ausgewiesene Zeitmesspunkt für die Einfahrt in die Boxengasse zu passieren», hieß es am Freitag in einer Mitteilung der FIM. Wird dies nicht eingehalten, können die MotoGP-Kommissare entsprechende Strafen für Trainings oder Rennen verhängen. Eine Aktion, die Marc Marquez im chaotischen Sprintrennen in Jerez geliefert hat, als er nach seinem Sturz die Abkürzung über die Wiese in die Boxengasse genommen hatte, wird zukünftig bestraft.
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