Formel-1-Regeln 2027: Elektro-Anteil wird schon im nächsten Jahr schrumpfen
Die FIA hat bestätigt: Man hat sich grundsätzlich auf eine Reduzierung des Elektro-Anteils der Formel-1-Antriebseinheiten geeinigt. Bereits im nächsten Jahr steigt die Leistung des Verbrennungsmotors.
Die neuen Formel-1-Regeln sorgen hinter den Kulissen für viele Diskussionen. Denn die ersten Rennen des Jahres haben gezeigt, dass die Energie-Knappheit ein Problem und Ärgernis darstellt. Zudem schaffen die grossen Tempo-Unterschiede gefährliche Situationen, etwa beim Start oder wenn ein deutlich schnellerer Fahrer auf einen Gegner aufschliesst, der dank des Energie-Managements gemächlicher unterwegs ist.
Einige Änderungen wurden bereits nach den ersten drei Rennen beschlossen. Die klugen Köpfe des Autosport-Weltverbands setzten sich mit den Vertretern der Teams, Motorenhersteller und des Rechteinhabers Formula One Management zusammen und nahmen Anpassungen vor, die sämtliche Kritiker als Schritt in die richtige Richtung beurteilt haben.
In Miami waren die Kritikpunkte nicht so präsent, denn die Strecke bot den Fahrern dank harter Bremspunkte genügend Gelegenheiten, Energie zu gewinnen. Doch auf anderen Pisten wird das Ärgernis vieler Fahrer, an einigen Stellen vom Gas gehen zu müssen, um genügend Energie für eine ganze Runde zu haben, wieder präsenter sein.
Deshalb wird nachgelegt, und die Eckpfeiler für die künftigen Anpassungen, die ab 2027 greifen sollen, wurden in einer Online-Sitzung definiert. Mit dabei waren neben den FIA-Verantwortlichen auch die Teamchefs, das Formel-1-Management sowie Vertreter der fünf Motorenhersteller, die in der Formel 1 mitmischen. Und besprochen wurde eine Reihe von Änderungen, die grundsätzlich angenommen wurden.
Zunächst habe man laut FIA-Mitteilung einen Blick auf die jüngsten Änderungen geworfen, die in Miami eingeführt wurden. Und die Teilnehmenden waren sich einig, dass diese einen positiven Schritt bei der Verfeinerung des aktuellen Reglements darstellen. Die FIA berichtete zudem, dass nach der Umsetzung in Miami keine wesentlichen Probleme oder Sicherheitsbedenken festgestellt worden seien.
Man werde die Miami-Anpassungen weiter prüfen, um künftige Veränderungen auszumachen, die die Sicherheit beim Rennstart und bei Rennen, die auf nasser Bahn stattfinden, verbessern sollen, heisst es in der Mitteilung der FIA.
Die WM-Teilnehmer und Verantwortlichen des Sports befassten sich daraufhin auch mit der längerfristigen Weiterentwicklung der Regeln. Und sie beschlossen grundsätzlich für 2027, dass der Elektroanteil kleiner werden soll, genauer gesagt wird die Leistung des Verbrennungsmotors um etwa 50 kW erhöht, zudem wird auch die Spritdurchflussmenge erhöht und der Einsatz des Energierückgewinnungssystems reduziert.
In technischen Arbeitsgruppen, in denen sowohl Vertreter der Teams als auch der Motorenhersteller zusammenfinden, soll detaillierter darüber gesprochen werden, bevor das endgültige Paket an Änderungen beschlossen wird. Die Vorschläge, die man in der Online-Sitzung besprochen hat, fussen auf Diskussionen, die in den vergangenen Wochen zwischen den verschiedenen Akteuren des Sports geführt wurden, wobei auch die Meinung der GP-Piloten mit einbezogen wurde.
Sobald die Regeländerungen ausgefeilt sind, werden sie dem Motorsport-Weltrat der FIA zur elektronischen Abstimmung vorgelegt. Zuvor stimmen die Motorenhersteller noch darüber ab.
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