WM-Leader Bezzecchi (Aprilia) blieb cool: «Ein ganz normaler Arbeitstag»
Was von außen aussah wie eine Hängepartie, war für Aprilia-Ass Marco Bezzecchi ganz normaler MotoGP-Alltag. Nach einer intensiven Stunde war der Einzug in Q2 mit der siebten Zeit des Tages geschafft.
Bezzecchi-Fans hatten nach dem FP1 am Freitagmorgen auf dem Circuit Bugatti die Brauen hochgezogen. Bei idealen Bedingungen wurde der Le-Mans-Sieger von 2023 und WM-Spitzenreiter auf Rang 14 geführt. Dabei hatte «Bezz» gut 0,6 s auf die Bestzeit von Honda-Werksfahrer Luca Marini verloren.
Durchaus vergleichbar blieb das Bild während des einstündigen Zeittrainings. Bezzecchi fand sich schnell zurecht und hielt in den ersten Minuten der Session der P3. «Normalerweise ist mein Gefühl nach dem Umstieg auf den soften Reifen im Zeittraining nicht der beste – heute war es prima. Als ich das erste Mal rausfuhr, fühlte ich mich prima.»
Doch je mehr Runden der Racer aus Rimini zurücklegte, desto weiter ging es auf der Zeitenliste nach unten.
Interessant der Kommentar Bezzecchis zur Bestzeit von Johann Zarco: «Johann ist generell sehr schnell und mit der Motivation hier noch besser, aber dass Joan Mir so weit vorne ist, das zeigt, dass Honda sehr stark ist.» Bezecchi relativierte: «Aber nicht nur Honda. Mir war klar, dass es hier sehr eng wird, das ist ein Teil von Le Mans.»
Die Zeitabstände sprechen Bände: Um sich einen Platz im Q2 zu sichern, galt es, nicht mehr als 0,289 sec auf die Bestzeit zu verlieren. Nicht einmal zwei Minuten vor dem Ende der Session fehlten dem WM-Leder aber 0,4 Sekunden und damit gleich fünf Positionen für das wichtige Direktmandat.
Erst in der letzten Attacke mit einem frischen Hinterreifen nahm der Nachmittag eine positive Wendung. Bezzecchi fand knapp zwei Zehntel, was hinter Teamkollege Jorge Martin zu Platz 7 reichte, Grund genug zur Zufriedenheit. «Ja, es war eng, aber wir haben am Ende das Richtige getan. Gemessen daran, dass wir freitags in der Regel nicht so weit vorne sind, war es ein sehr guter Tag – und ein normaler Tag in Le Mans», so fasste Bezzecchi, der die WM-Tabelle mit 11 Zählern anführt, zusammen.
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