Einige Erinnerungen an 40 Jahre Rallye Dakar

Von Toni Hoffmann
Dakar Auto

Keine Rallye hat so viele Schlagzeilen, oft negative, geliefert wie die Rallye Dakar, viele Ereignisse, und nicht nur sportliche haben das Motorsport-Spektakel in 40 Jahren begleitet, hier einige von vielen Ereignissen.

Es ist das Jahr 1977, als die Idee bei Thierry Sabine geboren wurde. Er nahm damals mit dem Motorrad an der Rallye Abidjan (Elfenbeinküste) nach Nizza (Südfrankreich) teil. In der Libyschen Wüste aber strandete er. Er schwor sich im Angesicht des möglichen Todes, die Wüste zu bezwingen. Da reifte in ihm der Gedanke einer Rallye, offen für alle Fahrzeuge, von Paris nach Dakar, der Hauptstadt Senegals, quer durch die Sahara.

Am Zweiten Weihnachtstag, am 26. Dezember 1978, vor genau 40 Jahren, war es so weit. 170 Abenteurer starteten in Paris am Arc de Triomphe zum 10.000 km langen Trip nach Dakar durch Frankreich, Algerien, Niger, Mali, Obervolta und Senegal. 70 Fahrzeuge kamen in Dakar an mit dem ersten Sieger Cyril Neveu auf einer Yamaha XT 500.

Die Dakar produzierte Schlagzeilen und machte sich selbst interessant, auch für bekannte Rennfahrer und Prominente. 1983 startete Jacky Ickx, sechsmaliger Gewinner der 24 Stunden von Le Mans, und gewann zusammen mit dem bekannten französischen Schauspiele Claude Brasseur als Beifahrer im Mercedes G die vierte Auflage.

Die Tragödie 1986

1986 die große Tragödie. Thierry Sabine, der Vater der Rallye Dakar, stürzte mit einem Hubschrauber am 14. Januar in den Dünen von Mali ab. Neben Sabine starben Daniel Balavoine,  der Pilot François Bagnoud, die Journalistin Nathalie Odent und der Funker Jean-Paul Letur. Die Organisation führte jahrelang Gilbert Sabine, der Vater von Thierry, fort.

1987 steigt Peugeot ein, bedingt durch das Verbot der FIFA für Fahrzeuge der Gruppe B in der regulären Rallye-Weltmeisterschaft. Ari Vatanen siegte im Peugeot 205 T16. Ein Jahr später ging Peugeot mit dem 405 T16 an den Start. Vatanen führte die Rallye bis zum Biwak in Bamako (Mali) an. Dann wurde über Nacht sein Peugeot 405 gestohlen und später, nach angeblicher Zahlung eines hohen Lösegeldes, wieder gefunden. Dafür siegte sein Teamkollege Juha Kankkunen. Ab 1990 folgte Citroën.

1992 durchquerte die Rallye von Norden nach Süden ganz Afrika und endete nicht in Dakar, sondern nach 12.500 km im südafrikanischen Kapstadt. Sie führte durch elf Länder. Die Motorradwertung gewann Stéphane Peterhansel auf einer Yamaha, bei den Automobilen siegte der spätere Rallyeleiter Hubert Auriol vor seinem Mitsubishi-Kollegen Erwin Weber.

2000 endete die Rallye vor den berühmten Pyramiden im ägyptischen Gizeh. Der Sieger war damals der als exzentrisch geltende Jean-Louis Schlesser, der Sportwagen-Weltmeister von 1989 und 1990, im Renault-Buggy.

Die Dakar-Queen

2001 wurde bei der Rallye Dakar Geschichte geschrieben. Frauen-Power war angesagt. Die Deutsche Jutta Kleinschmidt gewann im von Mitsubishi Deutschland eingesetzten Pajero zusammen mit ihrem Beifahrer Andreas Schulz als erste und bislang einzige Frau den Marathon Klassiker. Mitsubishi wurde bis 2007 zum Seriensieger.

2008 wurde die Rallye nur einen Tag vor dem Start in Lissabon aus Sicherheitsgründen abgesagt. Terroristen, die in Mauretanien und in Mali schon tödliche Anschläge verübt hatten, wurden von den französischen Sicherheitsbehörden als eine höchst gefährliche Bedrohung für Attentate in den Wüstenregionen eingestuft.

2009 gab es die erste Ausgabe der weiterhin als «Dakar» bezeichneten Rallye in Südamerika. Sie führte über 9.500 von Buenos Aires über Valparaiso (Chile) wieder zurück nach Buenos Aires. Dort feierte Volkswagen mit dem Touareg nicht nur seinen ersten Sieg, es war auch der erste Erfolg eines Dieselfahrzeugs und der erste Triumph mit Giniel de Villiers eines Afrikaners mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz. Zwei Jahre später war es mit dem Katarer Nasser Al-Atiyah im VW Touareg der erste Pilot aus einem arabisch sprechenden Land.

2014 führte die Rallye nach Bolivien, dem 29. Austragungsland. Dort wurden auf über 3.000 Meter Höhe die bislang am höchsten gelegenen Motorsportentscheidungen ausgetragen.

2017 feierte Stéphane Peterhansel im Peugeot 3008 DKR seinen 13. Rekordsieg, sechs auf dem Motorrad, sieben im Auto, Mitsubishi mit zwölf Siegen die erfolgreichste Marke.

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