Tag 5: Al-Attiyah weiter vorne, 2. Tagessieg für Loeb

Von Toni Hoffmann
Dakar Auto
Vor dem Ruhetag am Samstag in Arequipa hat Nasser Al-Attiyah im Toyota Hilux seine Spitzenposition für die zweite Hälfte der 41. Rallye Dakar etwas gestärkt, Sébastien Loeb erzielte seinen zweiten Tagessieg.

Nach der mit 517 km längsten Prüfung 2019 auf der 714 km langen Etappe von Tacna nach Arequipa lag der zweifache Dakar-Gewinner Nasser Al-Attiyah im Allrad-Toyota Hilux 24:42 Minuten vor dem 13-maligen Rekordsieger Stéphane Peterhansel im 200 kg leichteren Mini-Buggy mit Heckantrieb und 34:33 Minuten vor Juan «Nani» Roma (Mini 4x4).

Der Mann des Tages aber wieder einmal der neunfache Rallye-Rekordweltmeister Sébastien Loeb, der im privat eingesetzten und von PH-Sport betreuten Peugeot 3008DKR sein Pech vom Mittwoch auf dem zweiten Teil der Marathon-Etappe nach Arequipa vergessen wollte. Die Prüfung wurde verspätet gestartet, weil wegen Nebels die für die Sicherheit wichtigen Hubschrauber nicht abheben konnten. Die fünfte Prüfung war zwar mit 517 km die längste Entscheidung 2019, sie war aber zweigeteilt und wurde durch eine neutralisierte Zone über 66 km unterbrochen.

Die Prüfung musste der Tagessieger vom Donnerstag Stephane Peterhansel vor Al-Attiyah eröffnen und damit im peruanischen Sand die ersten Spuren legen. Am zweiten Wegpunkt wurde der Vorjahressieger Carlos Sainz im Mini-Buggy in der Tagestabelle knapp vor Loeb, Peterhansel und Al-Attiyah geführt. Mit einem Rückstand von 4:40:38 Stunden auf den Leader Al-Attiyah war Sainz in den Zeiten nur schmückendes Beiwerk und weit weg von jeglicher Siegentscheidung.

Beim ersten Kontrollpunkt aber zog Loeb in der Tageswertung um 1:52 Minuten an Sainz vorbei und lag in der Tagestabelle schon 5:01 Minuten vor Peterhansel und 5:39 Minuten vor Al-Attiyah. Am Ende des ersten Abschnitts blieb Loeb Tagesschnellster, 9:07 Minuten vor Al-Attiyah und 11:08 Minuten vor Peterhansel. Sainz fiel dort mit einem Rückstand von 33:18 Minuten auf den elften Tagesrang ab. Al-Attiyah und auch Peterhansel schienen auf dieser Entscheidung in den Sicherheitsmodus geschaltet zu haben. Sie wussten, Loeb, am Vortag mit einem Rückstand von 50:22 Minuten auf dem sechsten Gesamtrang, konnte ihnen im Kampf um die Führung nicht gefährlich werden.

Im Ziel der Prüfung schenkte Loeb Al-Attiyah 10:22 Minuten, Roma 26:04 Minuten und Peterhansel 26:09 Minuten in der Tageswertung ein. Damit verbesserte sich vor dem Ruhetag am Samstag Loeb, 2017 hinter seinem Peugeot-Partner Peterhansel Zweiter, nur um eine Position auf den fünften Gesamtrang (+ 40:00), nur 1:48 Minuten hinter Jakub Przygonski im Mini 4x4.

Die Prüfung wurde bei km 425 aus Sicherheitsgründen wegen starken Nebels abgebrochen.

Rallye Dakar – Stand nach der 5. von 10 Prüfungen:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Al-Attiyah/Baumel (QAT/F), Toyota

17:19:53

2.

Peterhansel/Castera (F), Mini-Buggy

+ 24:42

3.

Roma/Haro Bravo (E), Mini 4x4

+ 34:33

4.

Przygonski/Colsoul (PL/B), Mini 4x4

+ 38:12

5.

Loeb/Elena (F/MC), Peugeot

+ 40:00

6.

Despres/Cottret (F), Mini

+ 1:12:47

7.

Hunt/Rosegaar (GB/NL), Peugeot

+ 1:59:55

8.

Prokop/Tomanek (CZ), Ford

+ 2:13:57

9.

Gratafulic/Palmeirao (RCH/P), Mini 4x4

+ 2:28:20

 10. Vanagas/Rozwadowski (LT), Toyota
+ 2:44:41

Rallye Dakar – Stand auf der 5. Prüfung:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Loeb/Elena (F/MC), Peugeot

4:46:34

2.

Al-Attiyah/Baumel (QAT/F), Toyota

+ 10:22

3.

Roma/Haro Bravo (E), Mini 4x4

+ 24:04

4.

Peterhansel/Castera (F), Mini-Buggy

+ 26:09

5.

Przygonski/Colsoul (PL/B), Mini 4x4

+ 26:17

6.

Despres/Cottret (F), Mini

+ 32:38

7.

Hunt/Rosegaar (GB/NL), Peugeot

+ 32:40

8.

Prokop/Tomanek (CZ), Ford

+ 36:28

9.

De Villiers/Von Zitzewitz (ZA/D), Toyoda

+ 37:55

10.

Ten Brinke/Panseri (NL/F), Toyota
+ 42:31

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