Ekström: «Weniger Typen größter Verlust für die DTM»

Von Andreas Reiners
DTM
Mattias Ekström

Mattias Ekström

Mattias Ekström ist einer der Typen in der DTM. Für den Schweden gibt es heute viel zu wenige davon in der Tourenwagen-Serie.

Auf Mattias Ekström kann man sich in der Regel verlassen. Der Schwede nimmt im Grunde nie ein Blatt vor den Mund. Er ist einer der Typen, der für die nötige Unterhaltung sorgt. Der auch mal einen raushaut.

Nicht nur im Motorsport ist das durchaus eine aussterbende Spezies. Schließlich hört man heutzutage oft genug irgendwelche Floskeln oder weichgespülte PR-Aussagen. Sprachregelungen, wie es sie in der DTM auch gibt. Etwas, dass Ekström kein bisschen vermissen wird, wenn er die DTM verlässt. «Ich muss aber dazu sagen: Ich interessiere mich aber auch nicht allzu sehr für sie», sagte er.

Ekström, der seit 2001 in der DTM unterwegs ist und viele Typen kennengelernt hat, bestätigt, dass die Typen in der DTM deutlich weniger geworden sind in den letzten Jahren. Routiniers wie Timo Glock oder Gary Paffett zum Beispiel gehören noch zu denjenigen, die bei der Ausübung ihres Jobs sehr wenig auf Sprachregelungen geben.

Ekström: «Dass es weniger werden, ist der größte Verlust für die Meisterschaft», sagte er: «Als ich angefangen habe, gab es fast nur Typen. Da war ich der Langweilige. Uwe Alzen, Michael Bartels, Christian Abt, Manuel Reuter und wie sie alle hießen - da waren irre Unterschiede in den Typen geboten. Jetzt sehen alle fast gleich aus, alle sagen fast dasselbe. Das ist nicht mehr so wie es mal war.»

In der abgelaufenen Saison hielt sich Ekström selbst aber im Vergleich zur Vergangenheit deutlich zurück. «Ich hatte mit Rallycross und DTM genug zu tun. Ich habe mir die Energie für das Wesentliche gespart. Ich muss aber auch sagen: Es gibt keine Clowns und Pappnasen mehr», sagte Ekström, der 2016 noch ein paar Konkurrenten so betitelt hatte.

Der Schwede war im Gegensatz zu einigen anderen immer ein Freund der Reduzierung von 24 auf 18 Autos. «Dann sind die sechs Fahrer weg, gegen die ich sowieso nicht fahren möchte, hatte ich mir gedacht. Und so ist es auch gekommen. Bessere sportliche Konkurrenten habe ich noch nie gehabt», meinte er.

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