Strycek: Im Sommer entscheidet sich DTM-Zukunft

Von Andreas Reiners und Gerhard Kuntschik
DTM
Wie geht es mit der DTM weiter?

Wie geht es mit der DTM weiter?

Er war der allererste Champion, 1984, und das auf BMW. Doch seit 1989 ist Volker Strycek, im Oktober 60 geworden, ein Opel-Urgestein, leitete Opels DTM-Auftritte, fährt immer noch heiße Runden auf der Nordschleife.

Seit 1996 ist er Direktor für Performance-Fahrzeuge (womit er auch an der Entwicklung des neuen Insignia GSi, der aktuell den Medien in der Provence vorgestellt wird, maßgeblich beteiligt war) und Sportchef.

An der DTM hängt sein Herz immer noch, wie er im Gespräch mit SPEEDWEEK.com deutlich zeigt. Auch der Opel-Sportchef hofft, dass es eine gute Zukunft gibt. DTM-Chef Gerhard Berger sucht bekanntlich händeringend nach neuen Herstellern. Nach der anstehenden Saison steigt Mercedes aus der Tourenwagenserie aus, doch es gestaltet sich durchaus schwierig, einen oder gar mehrere Nachfolger zu finden.

Die Verantwortlichen setzen dabei auf das sogenannte Class-One-Reglement. Das soll den Herstellern aus der japanischen Super GT den Einstieg in die DTM ermöglichen. Lexus und Nissan waren beim Saisonfinale in Hockenheim, im November stattete die DTM der Super GT einen Gegenbesuch ab. Konkretes zu einem möglichen Einstieg von Lexus, Nissan oder auch Honda gibt es aber bis heute nicht. Auch was andere Hersteller betrifft, herrscht zumindest nach außen hin Funkstille.

«Ich bin überzeugt, dass die DTM auch mit zwei Herstellern überlebensfähig ist, das hat sie schon einige Zeit lang bewiesen. Aber zuerst einmal müssen sich die beiden, Audi und BMW, trotz deren Formel-E-Ambitionen ausdrücklich zur DTM bekennen. Das ist explizit noch nicht erfolgt», sagte Strycek.

Nicht ganz, sowohl BMW und auch Audi haben sich durchaus zur DTM bekannt. BMW tat dies im vergangenen September sehr deutlich, bekannte sich sowohl zur DTM als auch zum Class-One-Reglement, Audi zog damals nach. Audis Motorsportchef Dieter Gass betonte zuletzt nochmals: «Wir sind seit Jahren involviert und wir hoffen, dass wir noch viele Jahre involviert sein werden. Mit Berger geht vieles in die richtige Richtung. Ich hoffe, dass wir eine lange Zukunft in der DTM haben werden.»

Aktuell ist allerdings noch zu viel offen. Es ist zwar davon auszugehen, dass beide Hersteller ein Übergangsjahr 2019 zu zweit mitmachen würden. Dafür sollte aber zumindest klar sein, ob und mit wem es danach weitergeht. Und momentan ist nur klar, dass noch nichts klar ist.

Strycek glaubt an Berger: «Gerhard will die Serie neu aufsetzen, und er ist auf einem guten Weg. Das neue Reglement mit dem Vierzylinder-Turbo macht Sinn, doch wenn es ihm bis Mitte der Saison nicht gelingt, Neueinsteiger zu finden, würde ich bezweifeln, dass es in einer Zweimarken-Serie zur Einführung der neuen Technik kommt.»

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