Der Nächste bitte: Morbidelli hat Bock auf die DTM

Von Andreas Reiners
DTM
Franco Morbidelli und Bruno Spengler

Franco Morbidelli und Bruno Spengler

MotoGP-Ass Franco Morbidelli durfte ein paar Runden in einem DTM-Auto drehen. Gut möglich, dass er bald als Gaststarter mitmacht. Er hat zumindest Lust darauf.

Bahnt sich da der nächste Gaststart an? MotoGP-Ass Franco Morbidelli saß vor dem GP in Assen erstmals in einem DTM-Auto. Und war nach mehreren Runden im BMW M4 DTM begeistert.

«Das war beeindruckend. Diese Autos sind unglaublich», sagte Yamaha-Fahrer Morbidelli. «Ich habe sie immer im Fernsehen gesehen und nie in meinem Leben gedacht, dass ich mal eins fahren könnte. Es war eine großartige Erfahrung.»

Zwei Runden lang war er Beifahrer, während BMW-Pilot Bruno Spengler ihm den Boliden mit Vierzylinder-Turbomotor und 610 PS näher brachte. Dann durfte Morbidelli ran.

«Auf dem Beifahrersitz zu sitzen ist aber beängstigender für mich, aber als ich dann auf die Fahrerseite wechselte, war es großartig. Der Abtrieb, alle Details und das Niveau sind erstaunlich», sagte er.

Aktuell ist es sehr eng, das Verhältnis zwischen MotoGP und DTM. Andrea Dovizioso absolvierte zuletzt in Misano einen Gaststart und schlug sich dabei sehr wacker. Im Rahmen des dritten Rennwochenendes in Italien besuchte DTM-Chef Gerhard Berger Superstar Valentino Rossi auf dessen Ranch und entlockte dem Italiener eine Zusage für einen baldigen Gaststart.
Und Morbidelli? Hat auch er Bock auf die DTM?

«Definitiv. Ich habe gehört, dass Vale gerne ein Rennen fahren würde. Würde ich auch gerne. Wenn ich im Auto besser werde, klappt es vielleicht in Zukunft», so Morbidelli.

Was sagt denn der DTM-Profi? Bruno Spengler: «Als Beifahrer war er unglaublich, weil er mich nur gefragt hat, in welchem Gang ich bin und das ist alles. Er hat sehr konzentriert versucht, alles zu analysieren, und ich weiß, dass es auf dem Beifahrersitz schwierig ist, weil man in einem DTM-Auto nichts sehen kann. Als wir die Plätze getauscht haben, hatte ich den Bammel, denn auf dem Beifahrersitz ist das alles viel eindrucksvoller, als wenn man selber fährt.»

Morbidelli habe sich auf seinen zwei Runden schnell verbessert. «Ich gab ihm ein paar Tipps und er konnte sich sofort anpassen und er lernte schnell. Er war so konzentriert und versuchte nicht nur so viel zu geben, wie er konnte. Er spürte, wie sich das Auto verhielt und es war cool, neben ihm zu sitzen.»

Während der Motorrad-GP-Asse seit Beginn der Weltmeisterschaft 1949 bisher jedes Jahr in Assen aufgetreten sind, fahren BMW, Audi und Neuling Aston Martin vom 19. bis 21. Juli zum allerersten Mal in Assen.

Im Vorfeld wird die Werbetrommel gerührt: Kiefer Racing hat die DTM als «One Event Sponsor» für den Assen-GP. Auf der Verkleidung von Tulovic prangt an den drei Tagen in Assen die Aufschrift «DTM TT Circuit Assen, 19. bis 21. Juli.»


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