Emotionale Rückkehr: Farfus und Eriksson in Macau

Von Rob La Salle
DTM
Ex-DTM-Fahrer Augusto Farfus

Ex-DTM-Fahrer Augusto Farfus

Augusto Farfus und Joel Eriksson werden in diesem Jahr beim FIA GT World Cup am 16. und 17. November in Macau an den Start gehen. Für Farfus und das BMW Team Schnitzer wird es eine emotionale Rückkehr nach Macau.

Fahrer und Team verbindet eine lange gemeinsame und erfolgreiche Macau-Geschichte. Die Mannschaft aus Freilassing ist Rekordsieger auf dem legendären Straßenkurs – und einen dieser Siege holte sie im Jahr 2009 mit Farfus in der FIA Touring Car World Championship. 2017 trat Farfus im vom BMW Team Schnitzer eingesetzten BMW M6 GT3 Art Car im FIA GT World Cup in Macau an.

Im vergangenen Jahr folgte ein ganz besonderer Triumph: Es war die letzte Rennveranstaltung von Charly Lamm als Teamchef des BMW Team Schnitzer.

Farfus gewann das Qualifikationsrennen am Samstag und fuhr im Hauptrennen am Sonntag zu einem Start-Ziel-Sieg. Lamm sprach nach dem Triumph von einem der schönsten Momente seiner Rennsportkarriere. Wenige Wochen später verstarb er.

«Macau wird in diesem Jahr sehr speziell werden», sagt Farfus. «Zunächst ist es ein Ort, mit dem ich viele tolle Erinnerungen verbinde. Und der Sieg im vergangenen Jahr im FIA GT World Cup war ein Highlight in meiner Karriere. Zusammen mit Charly zu gewinnen, meinem Freund, meinem Mentor, der mir und meiner Familie persönlich eng verbunden war, war etwas ganz Besonderes. In diesem Jahr hoffen wir, diesen Erfolg im Andenken an Charly wiederholen zu können. Wir wissen, dass das eine große Herausforderung wird, aber wir fahren dort nun im dritten Jahr in Folge mit dem BMW M6 GT3 und haben die nötige Erfahrung gesammelt. Wir werden unser Bestes versuchen und alles geben, um wieder erfolgreich zu sein.»

«Auf Initiative von Charly Lamm hat das BMW Team Schnitzer vor vielen Jahren seinen ersten Renneinsatz außerhalb Europas in Macau absolviert», erzählt Teammanager Herbert Schnitzer jr. «Deshalb ist Macau für uns ein sehr emotionaler Ort. Auch, weil sich dort im vergangenen Jahr mit unserem Sieg in Charlys letztem großen Rennen ein Kreis geschlossen hat. Wir sind immer gern in Macau und haben eine sehr spezielle Beziehung zu diesem Kurs. In diesem Jahr werden wir alles geben, um hoffentlich wieder so ein tolles Ergebnis einzufahren wie im vergangenen Jahr, auch wenn die Konkurrenz sehr stark ist. Wir freuen uns sehr, dass wir dort wieder gemeinsam mit Augusto an den Start gehen. Er ist ein langjähriger Weggefährte unseres Teams, wir haben ein super Verhältnis zueinander und schätzen uns sehr. Ganz wichtig ist auch seine Erfahrung. Er war schon so oft mit uns in Macau, da ist es super, dass wir ihn an Bord haben.»

DTM-Fahrer Eriksson kennt den schwierigen Kurs in den Straßenschluchten Macaus ebenfalls. Er fuhr dort in den vergangenen drei Jahren im Formel-3-Grand-Prix. Nun startet er im BMW M6 GT3 im FIA GT World Cup gemeinsam mit dem FIST-Team AAI. Die Mannschaft aus Taiwan trat zuletzt vor zwei Jahren in Macau an und holte damals den fünften und sechsten Rang. In der aktuellen Saison ist das FIST-Team AAI in der China GT Championship und der China Endurance Championship erfolgreich.

«Ich bin begeistert, auch in diesem Jahr wieder nach Macau zurückkehren zu können – diesmal sogar als Vertreter von BMW Motorsport im FIA GT World Cup», sagt Eriksson. «Ich habe mich in meinen Formel-3-Jahren in den ‚Guia Circuit’ verliebt und kann es kaum erwarten, ihn nun im BMW M6 GT3 zu erleben. Ich kenne die Jungs vom FIST-Team AAI bereits und arbeite gerne mit ihnen zusammen. Es ist schwer einzuschätzen, was auf mich zukommt. Ich werde mich im Vergleich zur Formel 3 sicher etwas umstellen müssen, aber ich danke BMW für das große Vertrauen, das sie bei so einem wichtigen Rennen in mich setzen.»

Der Macau Grand Prix, in dessen Rahmen der FIA GT World Cup ausgetragen wird, findet in diesem Jahr zum 66. Mal statt. Er gehört zu den berühmtesten Rennveranstaltungen der Welt. Teil des Rennwochenendes ist auch der Macau Motorcycle Grand Prix, in dem die BMW Motorrad Motorsport Fahrer in den vergangenen Jahren mehrfach den Sieg sowie zahlreiche Podiumsplätze gefeiert haben.


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