Aston Martin und die Krux: Zuverlässig oder schnell?

Von Andreas Reiners
DTM
Aston Martin erlebte zuletzt einen Rückschlag

Aston Martin erlebte zuletzt einen Rückschlag

Aston Martin erlebte zuletzt am Lausitzring einen Rückschlag, die Zuverlässigkeit wurde wieder zu einem Problem. Offenbar die Folge der gesteigerten Performance.

Das Jubiläumsrennen der DTM auf dem Lausitzring verlief für Aston Martin bitter: In beiden Läufen gingen die Vantage leer aus, dazu gab es am Sonntag drei Ausfälle. Rückschläge waren sowieso eingeplant. Auch längerfristig. Und der kurzfristige Einstieg macht sich auch jetzt noch bemerkbar.

Zuletzt ging es deutlich aufwärts, holte R-Motorsport merklich auf, verkürzte den Rückstand, fuhr ohne durch die Hilfe von Zwischenfällen oder ein Safety Car in die Punkte.

Doch am siebten Rennwochenende auf dem Lausitzring zahlte das Team Lehrgeld. Nach den Saisonrennen 13 und 14 stehen null Punkte, dafür aber drei Ausfälle durch Motorenschäden.

Und die Erkenntnis: Zieht man das Tempo bei der Aufholjagd an, geht das offenbar zu Lasten der Zuverlässigkeit, die man zuletzt nach argen Problemen im ersten Saisondrittel eigentlich wieder im Griff hatte. Beides zusammenzubekommen, ist die Krux, aber eben auch das Ziel.

«Ein enttäuschendes Rennergebnis. Daniel konnte zumindest mit seiner konstanten Leistung und Rang zwölf ein positives Zeichen setzen. Die technisch bedingten Ausfälle von Jake, Ferdinand und Paul zeigen, dass wir noch viel Arbeit zu leisten haben, um unser größtes Defizit, die Zuverlässigkeit, in den Griff zu bekommen», sagte R-Motorsport-Teamchef Florian Kamelger.

Am Samstag hatte der Neuling aber (einmal mehr) die Öffnung der Motorenplomben beantragt, und zwar bei vier Aggregaten. Laut Kamelger keine Überraschung, auch wenn das letzte Mal schon länger her ist. Der Motor war lange der Schwachpunkt des Aston-Martin-Pakets gewesen. Doch das Paket entwickelt sich in die richtige Richtung, viel wurde auch durch das Setup aufgeholt. Docjh in beiden Bereichen habe man noch Luft nach oben, sagte er.

Rückschläge sind daher kaum zu vermeiden.

«Offensichtlich geht der Fortschritt, den wir bei der Performance gefunden haben, zu Lasten der Zuverlässigkeit»., so Kamelger. Hinzu kommt, dass der Lausitzring dem Vantage nicht liegt.

«Jetzt heißt es erst einmal, kühlen Kopf zu bewahren und die Defekte genauestens zu analysieren, um beim nächsten Rennen auf dem Nürburgring mit neuer Zuversicht an den Start zu gehen», sagte er. Kamelger.

Im Samstagsrennen schaffte es Jake Dennis als Elfter fast in die Punkte, am Sonntag war Daniel Juncadella als Zwölfter der beste Fahrer, aber gleichzeitig auch der einzige, der ins Ziel kam. «Ich habe absolut alles gegeben, aber es war leider nicht unser Wochenende. Jetzt müssen wir analysieren, was wir verbessern können», sagte Juncadella.

Di Resta konnte sich Hoffnungen auf Zählbares machen, schied dann aber aus. «Wenn man bei der Technik bis ans Limit geht, gibt es eben manchmal Probleme. Immerhin haben wir um Punkte gekämpft, das ist ein gutes Zeichen», sagte er.


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