DTM-Kader 2014: Was macht Mercedes?

Von Andreas Reiners
DTM
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff

BMW hat den Kader bereits benannt, bei Audi wird es wohl wenig Änderungen geben. Die große Frage: Wer fährt 2014 für Mercedes?

BMW hat die Karten bereits aufgedeckt: Die Münchner präsentierten zuletzt in Antonio Felix da Costa und Maxime Martin zwei neue Gesichter für die neue Saison in der DTM. Bei Konkurrent Audi ist soweit klar, dass Champion Mike Rockenfeller sowie die beiden zweimaligen Champions Timo Scheider und Mattias Ekström auch 2014 im Tourenwagen fahren. Den restlichen Kader haben die Ingolstädter noch nicht offiziell verkündet, doch nach Informationen von SPEEDWEEK.com soll sich personell im Vergleich zur abgelaufenen Saison bis auf interne Teamrotationen nicht mehr viel ändern.

Stellt sich dann noch die Frage: Was macht eigentlich Mercedes? Dabei geht es vor allem um die Frage, ob die Stuttgarter in der kommenden Saison wieder mit acht statt sechs Autos an den Start gehen werden. Dass Mercedes intensiv darüber nachdenkt, bestätigte Motorsportchef Toto Wolff bereits vor geraumer Zeit, kündigte aber auch an, dass man sich bei der Entscheidung Zeit lasse. Und diese Entscheidung beinhaltet wie immer auch finanzielle Aspekte.

«Wir können nicht einfach sagen, wir stemmen acht Autos», sagte DTM-Projektleiter Wolfgang Schattling. Die HWA-Mannschaft zeichnet für vier C-Klasse Coupés verantwortlich, die beiden anderen Boliden betreut das Mücke-Team. «Wir brauchen genau wie andere auch Unterstützung. Das ist nicht nur bei uns so. Es muss alles finanzierbar sein», so Schattling. Sprich: Es werden Sponsoren sowie ein Kundenteam gesucht, da HWA aus der Sicht Schattlings mit vier Autos ausgelastet ist.

Sollten sich die Stuttgarter für eine Aufstockung der Mannschaft entscheiden, würden automatisch zwei Cockpits frei werden. Aus dem bisherigen Kader hat lediglich Routinier Gary Paffett einen langfristigen Vertrag, mit den Youngstern Robert Wickens, Christian Vietoris, Daniel Juncadella und Pascal Wehrlein dürften die Verträge wohl verlängert werden. Roberto Merhi gilt als Wackelkandidat, auch wenn der Spanier beim Saisonfinale in Hockenheim mit einem starken zweiten Platz noch einmal beeindrucken konnte.

Die Liste der möglichen Kandidaten ist lang. Im September erhielten Maximilian Buhk und Maximilian Götz eine Bewährungschance in einem DTM-Boliden. Anfang November testete Mercedes neben den beiden GT-Piloten auch James Calado, Jaime Alguersuari, Formel-3-Vize-Europameister Felix Rosenqvist und Nigel Melker (Formel Renault).

Der größte Coup könnte aber ein alter Bekannter sein: Nachdem Paul di Resta sein Formel-1-Cockpit bei Force India an Sergio Perez verlor, steht der Schotte wieder in regem Kontakt mit Mercedes und verhandelt wohl über eine Rückkehr in die Serie, die er nach dem Gewinn des Titels 2010 in Richtung Formel 1 verlassen hatte.

Ebenfalls ins Gespräch gebracht hat sich Vitaly Petrov. Der Russe suchte monatelang händeringend ein Cockpit die Formel 1 und nannte die DTM noch im August bei der Premiere in Moskau als attraktive Alternative. «Ich habe Mercedes kontaktiert, um ihre Situation (in der DTM]) herauszufinden. Außerdem kenne ich auch die Situation bei BMW. Man könnte sogar sagen, dass ich das Budget für die DTM habe», hatte Petrov zuletzt erklärt. In Eile sind die Stuttgarter aber nicht. Die Personalentscheidungen werden wohl erst im Januar verkündet.

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