Die Zukunft der DTM: Fragen und Antworten

Von Andreas Reiners
DTM
DTM: Wichtige Zukunftsentscheidungen

DTM: Wichtige Zukunftsentscheidungen

Am vergangenen Mittwoch wurden in der DTM wichtige Zukunftsentscheidungen getroffen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Worum geht es?

In erster Linie um Kosteneinsparungen und somit auch die Zukunft der DTM. Vor allem aber auch um die Ausgeglichenheit der Tourenwagen-Serie, die durch die deutliche Unterlegenheit von Mercedes in den ersten drei Saisonrennen arg gelitten hat. Und das sogar trotz der vor der Saison neu eingeführten Performance-Gewichte.

Wer hat die Entscheidungen getroffen?

Die DTM-Kommission. Sie besteht aus den Sportchefs der drei in der DTM vertretenen Hersteller, Dr. Wolfgang Ullrich (Audi), Jens Marquardt (BMW) und Toto Wolff (Mercedes-Benz), dem Vorstandsvorsitzenden des DTM-Rechteinhabers und –vermarkters ITR e.V, Hans Werner Aufrecht, sowie DMSB-Ehrenpräsident Hermann Tomczyk, DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck, DMSB-Präsidiumsmitglied Dr. Gerd Ennser und DMSB-Generalsekretär Christian Schacht.

Was wurde entschieden?

Einiges. Zum einen wurde nach einem von den drei Herstellern gemeinsam eingereichten Antrags Mercedes das Zugeständnis gemacht, bis zum 25. September weiter tüfteln und entwickeln zu können. Einen zusätzlichen Testtag gab es für die Stuttgarter noch obendrauf. Für Audi und BMW ist die Weiterentwicklung wie geplant am 2. Juni eingefroren worden. Außerdem wurde die derzeitige Homologation grundsätzlich bis Ende 2015 festgeschrieben. Heißt: Bis dahin können im Rahmen des Reglements nur noch wenige Änderungen vorgenommen werden. Ausnahme: Mercedes.

Ist das jetzt eine «Lex Mercedes»?

Ein Zugeständnis oder Hilfe ja, eine «Lex Mercedes» aber nicht. Denn die Möglichkeit, den Antrag zur Anpassung der Homologationsfristen zu stellen, hätte jeder der drei Hersteller gehabt. Das wurde bereits vor dem Termin am 4. Juni im Reglement festgelegt. Und die Chance dazu haben sie theoretisch trotz der Homologation bis Ende 2015 auch noch. Heißt: Sollte beispielsweise Audi zu Beginn der kommenden Saison ähnlich hinterherfahren wie Mercedes jetzt, haben auch die Ingolstädter die Möglichkeit, einen solchen Antrag zu stellen.

Welche Änderungen gibt es noch?

Wird etwa aus Witterungsgründen vor dem Rennen von der Rennleitung angezeigt, dass Regenreifen verwendet werden dürfen, entfällt künftig das Fenster des Pflichtboxenstopps. Das hatte zuletzt in Oschersleben Mercedes nach vorne gespült und einige andere vom sicher geglaubten Podium. Außerdem wird das Freie Training am Samstag von 90 Minuten auf zwei Mal 60 Minuten ausgedehnt, was voraussichtlich beim vierten DTM-Lauf auf dem Norisring erstmals zum Tragen kommt.

Was sagen die Verantwortlichen?

Natürlich nur Positives. «Die Festschreibung der Homologation der DTM-Fahrzeuge bis zum Saisonende 2015 ist ein wichtiger Schritt zur Begrenzung der Kosten. Dass man gleichzeitig Ausnahmen definiert hat, die unter bestimmten Voraussetzungen Weiterentwicklungen erlauben, zeugt davon, wie sehr die drei in der DTM engagierten Premiumhersteller den Geist der DTM leben», sagte DTM-Chef Hans Werner Aufrecht.

«Wir haben dem Wunsch aller DTM-Hersteller entsprochen, klare Regeln und Fristen für die Homologation der DTM-Fahrzeuge festgelegt und uns dabei zugleich die notwendige Flexibilität erhalten. Ich bin sicher, dass es im Sinne der DTM und vor allem der Fans ist, wenn alle in der DTM vertretenen Hersteller auf Augenhöhe gegeneinander antreten», sagte DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck.

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