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Mehr DTM-Training: «So früh aufstehen ist Scheiße»

Auf den ersten Blick ist der Unterschied gering. Doch unter dem Strich waren die Verantwortlichen zufrieden.

DTM

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Der Tenor: Die Entscheidung, die ursprünglich 90minütige Trainingssession am Samstagvormittag in zwei 60minütige Einheiten mit zwei Stunden Pause zu teilen, fand bei den Beteiligten Anklang.

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"Das Training hilft sehr. Das war unsere Schwachstelle. Jede Sitzung mehr kommt uns entgegen", sagte Mercedes‘ DTM-Manager Wolfgang Schattling. Und schob hinterher: "Ein Freitagstraining wäre uns aber am liebsten."

Doch das war bereits vor der vergangenen Saison gestrichen worden. Und das wird auch in Zukunft wohl so bleiben. "Der Aufwand, am Freitag das Training zu machen, wäre größer, und so würden auch wieder die Kosten steigen. Mit Samstag und Sonntag hat die DTM ein gutes und kompaktes Format. Der Aufwand und das, was dabei herauskommt, müssen im Verhältnis bleiben", betonte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt.

Doch was sagen die Piloten zu dem neuen "Format"? SPEEDWEEK.com hat sich umgehört.

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Christian Vietoris (Mercedes): Wir hatten einfach mehr Zeit das Auto einzustellen. Wenn man nicht mit dem 100-prozentigen Setup anreist, hat man doch noch etwas mehr die Möglichkeit, doch noch ein bisschen was aus dem Auto herauszuquetschen.

Timo Glock (BMW): Es bringt dir schon viel in der Hinsicht, dass du etwas mehr probieren kannst und das Auto ändern und in eine andere Richtung gehen. Es hilft schon, um das Auto etwas besser zu verstehen. Mein Vorstoß war ja, mehr Rennen zu fahren. Und um 8.30 Uhr als Erster auf der Strecke ist jetzt auch nicht so ein Kracher mit nur einem Satz Reifen. Die Fans wollen nicht ganz so früh aufstehen. Und wir auch nicht. Wir dürfen uns aber nicht nur beschweren, es ist ja etwas Positives.

Martin Tomczyk (BMW): Generell war es nicht schlecht. Du hattest Zeit, zwischendurch etwas zu ändern. Vielleicht muss man den Zeitplan noch einmal ein wenig anpassen, weil das erste Training natürlich sehr früh und die Streckenbedingungen noch nicht wirklich toll. Vielleicht genügt auch eine Stunde Pause zwischen den beiden Sessions. Das kann man jetzt im Nachgang erledigen.

Bruno Spengler (BMW): Es ist gut mehr zu fahren, das finde ich sehr schön. Man kann zwischen den Sessions mehr arbeiten. Für die Mechaniker ist es noch mehr Aufwand und schwierig. Wenn irgendetwas schief geht, könnte für sie bis zum Qualifying die Luft dünn werden. Du hast mehr Zeit um zu analysieren.

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Mike Rockenfeller (Audi): Das bringt grundsätzlich einen ruhigen Ablauf. Du hast die Möglichkeit ein bisschen mehr zu testen, weil du eine Pause hast. Du kannst nochmal in Ruhe überlegen und eine größere Änderung machen für das zweite Training. Grundsätzlich macht das für uns keinen großen Unterschied. Denn was du in 90 Minuten nicht schaffst, wirst du auch in zwei Stunden nicht schaffen. Es ist natürlich für die Mechaniker ein bisschen mehr Stress.

Jamie Green (Audi): Ich finde es gut, dass wir zwei Sessions haben. Es ist nur etwas hektisch, alles an einem Tag zu machen. Hinzu kommt ein sehr früher Beginn. Für mich macht es mehr Sinn, es am Freitag zu machen. Wir sind sowieso ab Donnerstag vor Ort. Warum also machen wir es nicht am Freitag. Wenn du so früh fährst, sind die Temperaturen nicht so wie im Qualifying oder im Rennen. Es ist also nicht wirklich hilfreich, etwas zu lernen.

Timo Scheider (Audi): Man hat die Möglichkeit, zwei Setup-Varianten auszuprobieren. Das ist grundsätzlich positiv. Ich muss aber aus meiner Erfahrung heraus auch sagen: Umso mehr gefahren wird, umso dichter sind die Setups zusammen, umso schneller werden auch die Autos und umso dichter sind die Rundenzeiten auch zusammen. Und umso weniger gut wird das Racing, weil man zu perfekte Autos auf der Strecke sieht. Es ist aber ein guter Anfang. Ich finde es auch gut, dass wir das Reglement in der laufenden Saison noch einmal anpassen und uns über Dinge Gedanken machen, die nicht so perfekt sind. Wir werden es nicht allen recht machen können. Auf längeren Strecken wird man in einer Stunde nicht ganz so viel fahren können. Positiv war, dass man mehr fahren konnte. Ich habe aber auch einige Fahrer gehört die gesagt haben: ‚So früh aufstehen ist auch Scheiße.‘

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