Paffett, Scheider & Ekström: Zweite Runde auf Twitter

Von Andreas Reiners
DTM
Timo Scheider und Gary Paffett (re.)

Timo Scheider und Gary Paffett (re.)

Gary Paffett und Timo Scheider gerieten beim vierten DTM-Saisonrennen in Spielberg aneinander. Auf Twitter entwickelte sich anschließend eine unterhaltsame Fortsetzung.

Die sozialen Medien haben in der DTM schon immer eine Rolle gespielt. Einige Piloten nutzen Facebook, Twitter und Co. seit Jahren, um sich mit den Fans auszutauschen, Fotos zu posten oder einfach nur Belangloses mitzuteilen.

Hin und wieder lassen die Fahrer aber auch ordentlich Frust ab. Es entstand in den vergangenen Wochen sowieso der Eindruck, dass die DTM, also sowohl Hersteller als auch Fahrer, mit Twitter und Co. offensiver umgehen. Da werden dann auch Fahrer zu Twitter-Tieren, von denen man das vorher so gar nicht kannte.

Gary Paffett nutzt seine Profile auf den einschlägigen Plattformen gerne mal, um Dampf abzulassen. Daraus macht der Brite auch gar keinen Hehl. Zum Saisonauftakt hatte er so Mattias Ekström nach dem folgenschweren Treffen auf der Strecke als Idioten bezeichnet.

Und auch nach der Kollision mit Timo Scheider in Spielberg beim vierten Saisonrennen im Kampf um Platz zehn war klar, dass etwas kommen musste. Und Paffett enttäuschte nicht. Nach dem Lauf schrieb er an Timo Scheider gerichtet: «Was kann ich sagen. Der Move war nicht richtig. Du verdienst diesen Punkt nicht» inklusive der Hashtags #Waving und #Blocking.

So weit, so gut.

Sehr überrascht war dann aber Mattias Ekström. Der Schwede fragte irritiert: «Seit wann bist du so ruhig und gefasst in deinen Tweets?» Paffett antwortete: «Nun, ich habe ihm viel mehr ins Gesicht gesagt. Ich habe die Faxen dicke um ehrlich zu sein. Die Linie akzeptablen Fahrens ist eine verschwommene.»

Nun schaltete sich dann auch Scheider ein. «Ich denke wir haben darüber direkt nach dem Rennen gesprochen. Und ich habe mich für diesen harten Move bei dir entschuldigt, richtig?».

Paffett antwortete: «Ja, das hast du und ich muss eingestehen, dass ich verständlicherweise ziemlich sauer war», schrieb Paffett und wünschte sich noch für die kommenden Wochen ein paar schöne, saubere Zweikämpfe. Scheider antwortete erneut, er wolle nur nochmal klarstellen, dass er sich entschuldigt habe: «Wurde von einigen Journalisten angesprochen, die gesagt haben, dass du ihnen gesagt hättest, ich hätte mich nicht entschuldigt».

In der Tat hatte Paffett erklärt, dass Scheider sich entschuldigt habe. Der Brite fand das Ganze trotzdem nur so mittelprächtig. Auch die Begründung Scheiders. «Ich habe relativ spät realisiert, dass er auf der Innenseite so weit neben mir war. Es war sicher mit Ellenbogen, aber es war weder ein Massaker, noch habe ich jemanden umgedreht oder in eine gefährliche Situation gebracht», so der Audi-Pilot. «Jeder Fahrer mit Rennfahrerhirn würde wissen, was ich tun werde», hatte Paffett wiederum erklärt.

Wie es so ist, gab es natürlich bei Twitter auch negative Reaktionen, von einem «Kindergarten» war da die Rede. Einige Kommentare waren allerdings nicht weniger unterhaltsam als das Gespräch zwischen den DTM-Oldies. «Habt ihr jemals Bernd Schneider oder Stuck auf Twitter sauer erlebt? Sie hatten dicke Eier, klärt das auf der Strecke», schrieb ein User. Ein anderer wiederum stellte ganz richtig fest, dass es zu Zeiten der Schneiders und Stucks noch gar kein Twitter gab.

Man kann davon halten, was man will, wenn so etwas über soziale Medien ausgetragen wird. Mit diesen Diskussionen sorgen die Fahrer jedenfalls für beste Unterhaltung. Ex-DTM-Kollege Filipe Albuquerque freut sich zumindest schon auf die nächste Runde: «Kann das nächste Rennen nicht erwarten. Und wenn ihr dann um zwei Punkte kämpft wird es sogar noch besser», twitterte er.

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