DTM: Molina widmet Sieg verunglücktem Luis Salom

Von Andreas Reiners
DTM
Miguel Molina

Miguel Molina

Am Ende der DTM-Pressekonferenz wurde es emotional. Rennsieger Miguel Molina ergriff zum Abschluss noch einmal das Wort. Und sorgte für spontanen Applaus.

«Ich möchte an zwei Menschen erinnern. Gestern hat uns Luis Salom verlassen», begann der Audi-Pilot, der am Samstag im fünften DTM-Saisonrennen den zweiten Sieg seiner Karriere gefeiert hatte. Doch so sehr sich Molina darüber freute, wollte er die Pressekonferenz der drei Bestplatzierten nicht beendet wissen, ohne dass er noch einmal das Wort ergriff.

Sein spanischer Landsmann Salom war am Freitag im Moto2-Training auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ums Leben gekommen. Salom stürzte in der zwölften Kurve und prallte ungebremst mit fast 150 km/h gegen die Airfences und sein Motorrad.

Daneben erinnerte Molina an Carlos Castella, einen spanischen Journalisten, der vor einigen Wochen ebenfalls verstorben war. «Dieser Sieg ist für sie», sagte Molina. Im Pressezentrum brandete spontaner Applaus auf.

Persönlich gekannt hat Molina den verunglückten Salom nicht. «Er ist ein Kollege unserer Motorsport-Welt. Es sollten ein paar kleine Worte sein für die Jungs, die die gleiche Leidenschaft gespürt und gelebt haben wie wir», erklärte Molina später auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com.

Auch andere DTM-Fahrer hatten auf den tragischen Tod Saloms reagiert und ihre Trauer durch die sozialen Medien mitgeteilt. So hatte zum Beispiel Adrien Tambay getwittert: «Ich habe sehr enge Freunde in dem Sport und das kann uns nur daran erinnern, wie viel Respekt sie verdienen. Alle meine Gedanken sind bei der Familie von Luis Salom.»

Natürlich war auch Molina mit den Gedanken bei dem verunglückten Spanier. Was aber nicht automatisch dazu führte, dass er diese Gedanken mit ins Auto genommen hätte. Oder sie ihn beeinflusst hätten.

«Wenn so etwas Schlimmes passiert, denkt man darüber schon mal nach. Aber wir glauben an die Sicherheit der Autos. Deshalb bin ich sehr entspannt, was das angeht», so Molina, der nach seinem zweiten DTM-Sieg trotz allem wie befreit wirkte.

Im vergangenen Jahr hatte er auf dem Lausitzring schon mal auf der Pole gestanden, den Sieg holte er aber nicht. 74 Rennen, aber erst zwei Siege: Trotz einiger Durststrecken hat der Audi-Pilot immer an sich geglaubt. «Ich wusste, dass wenn die Dinge nicht so laufen wie gewünscht, müssen wir weiterarbeiten. Und wenn sich Möglichkeiten bieten, müssen wir sie nutzen. Und das haben wir heute gemacht.»

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