Enduro Masters-Serie: Lindtner macht alles klar

Von Harald Wetzelsberger
Enduro
In Schrems waren 177 Pilotinnen und Piloten am Start

In Schrems waren 177 Pilotinnen und Piloten am Start

Die Zahl Sieben hat in allen Religionen und Kulturen eine besondere Bedeutung. Auch die heuer erstmals ausgetragene Enduro Masters-Serie wurde in sieben Rennen entschieden.

Das Finale der Enduro Masters-Serie
Am Sonntag ging es beim Finale, dem «Herbstgranitbeisser» in Schrems, um Tages- und Gesamtsiege. In der Klasse Profi Einzel holte sich Herbert Lindtner (NÖ/Suzuki) Sieg Nummer fünf und damit auch klar den Titel. Den sechsten Sieg feierte in Schrems das niederösterreichische Powerduo Erich Brandauer (Husaberg) und Lars Enöckl (KTM) in der Profi Team-Klasse.

Verkehrtes Rennen
Im Gegensatz zum Rennen in Sommer wird der Herbstgranitbeisser traditionell in die andere Richtung gefahren, ist damit viel schneller und dennoch technisch anspruchsvoll. «Super Streckenführung, super Rennen. Es ist mir richtig gut gegangen. Ich bin sechs Stunden gefahren wie ein Henker», berichtet der Oberösterreicher Niki Stelzmüller (Husqvarna). Nachdem sich in wenigen Wochen Nachwuchs im Hause Stelzmüller einstellen wird, war die Freundin diesmal nicht dabei. Stelzmüller: «Alleine tanken geht ja noch. Aber ich hab nie gewusst, wo die Verfolger sind.» Der 35-jährige Atzbacher glühte auf Rang 2 und sicherte sich hinter Herbert Lindtner den Vize-Meisterstitel in der Klasse Profi Einzel. Stelzmüllers ärgster Widersacher, der Niederösterreicher Andreas Toifl, schied etwa bei halber Renndistanz aus, belegte am Ende Platz 7 und in der Gesamtwertung Platz 3.

Lädierte Gashand Brandauers
Dass Ausnahmekönner Erich Brandauer gehörig was einstecken kann, ist hinlänglich bekannt. Der 41-jährige Niederösterreicher reiste mit zwei gequetschten Fingern an der rechten Hand zum Herbstgranitbeisser. Im Rennmodus blendet Brandauer eine derartige Kleinigkeit, die Normalsterblichen locker mehrere Wochen Krankenstand einbringt, einfach aus. Brandauer und Teampartner Lars Enöckl rangen die stark fahrenden Oberösterreicher Roland Sailer und Markus Auer (beide KTM) in einem packenden Duell nieder. Platz 3 ging an die Tiroler Paarung Bernhard (KTM) und Marco (Beta) Schöpf.

Letztes Enduro Masters-Kapitel 2011

177 Pilotinnen und Piloten nahmen beim Herbstgranitbeisser die Kräfte raubende Marathon-Renndistanz von sechs Stunden in Angriff. Schon vor dem Finale standen mit der Oberösterreicherin Christine Wiesner (Husaberg) sowie Benedikt Tatzreiter und Oliver Moser (beide Husaberg) die Gesamtsieger bei den Damen sowie in der Hobby Team-Wertung bereits fest. Die letzten Kapitel wurden in Schrems auch in der Klasse Hobby Einzel geschrieben. Günther Lang (OÖ/KTM) siegte vor Florian Reichinger und Michael Kammerer. Hermann Schmalnauer, der in Schrems Fünfter wurde, holte sich in dieser Klasse den Meistertitel. Besonders knapp war die Entscheidung bei den Oldboys. Mit einem zweiten Platz holte sich Markus Klein noch den Titel und verdrängte Christian Moser um einen Punkt auf Platz 2. Gesamtdritter wurde Johann Merkinger, der zum Abschluss einen weiteren Sieg feiern konnte.

Enduro Masters 2011 – Gesamtwertung
Mit dem Herbstgranitbeisser ging das erste Enduro Masters-Jahr zu Ende. Bei den Pilotinnen und Piloten hat diese neue Rennserie hervorragendes Echo gefunden. «Die Masters-Serie ist eine echte Bereicherung: Super Rennen, lange Runden, perfekte Organisation und ein spannender Modus», sagt Lars Enöckl, der aktuell zu den besten Enduro-Piloten Österreichs zählt und heuer als einziger deutschsprachiger Pilot den Erzberg bezwingen konnte. Niki Stelzmüller pflichtet ihm bei: «Das ist Enduro wie man es sich vorstellt. Training und Rennen ergeben in Summe rund zehn Stunden Endurofahren. Und die abendliche Fahrerlageratmosphäre gehört auch dazu.»

Profi Einzel
1. Herbert Lindtner (Suzuki) - 175 Punkte
2. Niki Stelzmüller (Husqvarna) - 156 Punkte
3. Andreas Toifl (KTM) - 145 Punkte

Profi Team
1. Erich Brandauer (Husaberg)/Lars Enöckl (KTM) - 202 Punkte
2. Gerhard Lechner/Andreas Leimhofer (beide KTM) - 161 Punkte
3. Manuel Kössner/Thomas Schalko (beide KTM) - 148 Punkte

Damen
1. Christine Wiesner (Husaberg) - 210 Punkte
2. Vroni Dallhammer (KTM) - 125 Punkte
3. Louise Breiteneder (KTM) - 101 Punkte

Hobby Einzel
1. Hermann Schmalnauer (KTM) - 141 Punkte
2. Thomas Weissenböck (KTM) - 110 Punkte
3. Walter Knöbl (KTM) - 97 Punkte

Hobby Team
1. Oliver Moser/Benedikt Tazreiter (beide Husaberg) - 197 Punkte
2. Christian Winter/Stefan Distelberger (beide KTM) - 132 Punkte
3. Roland Volg/Mathias Stierschneider (beide KTM) - 98 Punkte

Oldboys

1. Markus Klein (KTM) - 164 Punkte
2. Christian Moser (KTM) - 163 Punkte

3. Johann Merkinger (KTM) - 157 Punkte
 

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