6h Bahrain: Enge Kämpfe in allen Klassen erwartet

Von Martina Müller
FIA WEC

Beim letzten FIA-WEC-Lauf der Saison 2017 werden in Bahrain wieder 26 Rennwagen mit von der Partie sein. Letzter Auftritt für den Porsche 919 Hybrid. Entscheidung um die Fahrer-WM in der GTE-Klasse steht noch aus.

Und schon wieder neigt sich eine Saison der Sportwagen-WM (FIA WEC) dem Ende entgegen. Das Event in Bahrain (18. November) ist traditionell das Finale der Meisterschaft. Auch dieses Mal geht das Rennen wieder bis in die Abendstunden (Rennende ist gegen 22:00 Uhr Ortszeit), was durch die Dunkelheit stets etwas an Le-Mans-Atmosphäre aufkommen lässt. Der 5,412 Kilometer lange Kurs im arabischen Inselstaat ist seit Gründung der FIA WEC im Jahre 2012 bislang immer Schauplatz eines 6-Stunden-Rennens gewesen. Für die anstehende 'Super-Season' 2018/2019 wurde Bahrain jedoch nicht mehr berücksichtigt. Somit heißt es für den Tross der FIA WEC erst einmal Abschied nehmen.

Zu Ende geht in Bahrain auch die Rennkarriere des Porsche 919 Hybrid, da sich der schwäbische Sportwagen-Hersteller aus der LMP1-Klasse verabschieden wird. Bislang 17 Triumphe konnte der Wagen seit seinem Debüt in Silverstone 2014 feiern. In der aktuellen Saison steht es zwischen Porsche und Konkurrent Toyota nach Laufsiegen gerechnet vier zu vier. Toyota hat schon angekündigt, zumindest diese inoffizielle Wertung gewinnen zu wollen, nachdem Porsche gerade die WM-Titel in der Fahrer- und Hersteller-Wertung für sich entschieden hat.

In der LMP2-Klasse wird sich alles um den Titelfight zwischen den beiden Oreca 07 von Jackie Chan DC Racing (Ho-Pin Tung/Oliver Jarvis/Thomas Laurent) und Vaillante Rebellion (Nicolas Prost/Bruno Senna/Julien Canal) drehen. Letztgenannter Wagen liegt in der Wertung aktuell vier Punkte in Front. Ansonsten gibt es in der kleinen Prototypen-Klasse wieder einen Fahrerwechsel. Audi-DTM-Pilot Loïc Duval startet im Oreca von G-Drive Racing an der Seite von Roman Rusinov und Léo Roussel. Diesen Platz hatte zuletzt in Shanghai noch DTM-Kollege Nico Müller inne.

In der GTE-Pro-Klasse richten sich alle Augen auf die Entscheidung in der Fahrer-WM. Dort führt das Ferrari-Duo James Calado/Alessandro Pier Guidi die Tabelle mit 135 Punkten an. Lediglich zwei Zähler Rückstand haben die Porsche-Fahrer Richard Lietz und Frédéric Makowiecki. Auch noch in Schlagdistanz sind Andy Priaulx/Harry Tincknell von Ford, die 7,5 Punkte zurück liegen. In der Hersteller-Wertung hat sich Ferrari bereits in Shanghai durchgesetzt.

Auch bei den GTE-Amateuren wird es nochmals spannend. Dort liegt der Aston Martin von Paul Dalla Lana/Pedro Lamy/Mathias Lauda vorn. Das dominierende Trio der Saison 2017 kommt auf 172 Punkte. Doch Dempsey-Proton Racing mit Christian Ried/Matteo Cairoli/Marvin Dienst (162 Punkte) und der Ferrari von Clearwater Racing mit Weng Sun Mok/Keita Sawa/Matthew Griffin (161 Punkte) wollen auch noch ein Wörtchen um den Titel in der Teamwertung mitreden.

Hier die vorläufige Entrylist für Bahrain

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