Nico Rosberg in Brasilien: «Keine Angst vor Regen-GP»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Rosberg

Nico Rosberg

​Die Wettervorhersage für den Brasilien-GP sagt Regen voraus, aber WM-Leader Nico Rosberg gibt sich gleichmütig. Der Mercedes-Star sagt: «Ob Regen oder trockene Rennstrecke, das ist mir einerlei.»

Möglicherweise kommt, nicht zum ersten Mal in Brasilien, ein chaotischer Grand Prix auf uns zu: Die Meteorologen sprechen von teilweise schweren Regenfällen am kommenden Sonntag in São Paulo. Das könnte die Karten im WM-Duell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton komplett neu mischen, aber der Deutsche gibt sich entspannt, wie er auf der offiziellen Formel-1-Seite betont: «Ich ändere nichts an meiner Herangehensweise, auch nicht wegen des Wetters. Für mich spielt es keine Rolle, ob es nass oder trocken ist. Ich habe mich früher auf der Interlagos-Strecke bei Regen auch wohlgefühlt.»

Rosberg lieferte sich vor zwei Jahren ebenfalls ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Mercedes-Stallgefährten Lewis Hamilton, es ging damals bis zum WM-Finale von Abu Dhabi. Nico sagt: «Gemessen an der Situation vor zwei Jahren bin ich weniger angespannt. Ich empfinde die ganze Situation zwischen Lewis und mir als lockerer. Ich habe das alles schon mal mitgemacht, also weiss ich, wie das geht und kann auf mein Ziel ausgerichtet bleiben.»

«An solchen Wochenenden ist es wichtig, dass du dich wohlfühlst, dass alles gut strukturiert bleibt. Es ist auch wichtig, dass ich Zeit für mich selber habe und dass ich mich nicht durch äussere Einflüsse herunterziehen lasse. Du musst es schaffen, alles auszublenden, was deine Konzentration stören könnte. Wenn du das nicht kannst, dann wird das nichts in der Formel 1.»

Rosberg gibt zu, dass er ein wenig abergläubisch ist. «Aber das soll mich auf der Rennstrecke nicht beeinflussen. Auch gebe ich gar nichts auf Statistika. Das sind doch alles nur Zahlen aus der Vergangenheit. Mein Ziel ist das Rennen vor mir. Ich habe ein gutes Gefühl, ich mag diese Strecke, das ist mir wichtiger als Rechenspiele.»

Lewis Hamilton hat vor kurzem gesagt, er horche seit dem Motorschaden von Malaysia noch tiefer ins Auto hinein, auf jeden möglichen Misston, der auf einen Defekt hinweisen könnte. Nico Rosberg hingegen sagt: «Das mache ich nicht, weil es keinen Einfluss hätte. Ich habe grosses Vertrauen in die Arbeit meines Rennstalls.»

Auch die mögliche Rolle von Red Bull Racing oder Ferrari als Zünglein an der Waage spielt Rosberg herunter: «Wie soll ich sagen können, was passiert? Besitze ich vielleicht eine Kristallkugel? Ich weiss nur: Wir haben ein tolles Auto, wir haben ein starkes Team, ich bin in der glücklichen Lage, dass ich so gut wie jedes Rennen gewinnen kann. Mehr muss ich gar nicht wissen.»

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