Ex-Ferrari-Technikchef James Allison: Mercedes lockt

Von Adam Cooper
Formel 1
Paddy Lowe (mit dem Rücken zu uns) und Toto Wolff von Mercedes mit dem früheren Ferrari-Technikchef James Allison

Paddy Lowe (mit dem Rücken zu uns) und Toto Wolff von Mercedes mit dem früheren Ferrari-Technikchef James Allison

​Nach mässigem Saisonstart 2011 entliess Ferrari Technikchef Aldo Costa. Der Italiener wurde Konstruktionsleiter bei Mercedes. Im Sommer 2016 trennte sich Ferrari von James Allison. Landet er auch bei Mercedes?

Seit Ferrari im vergangenen Sommer die Trennung von Technikchef James Allison bestätigt hat, wird über die Zukunft des 48jährigen Engländers gerätselt. Der hoch angesehene Techniker wurde mit einer Rückkehr nach Enstone in Verbindung gebracht, wo er jahrelang tätig war, und auch mit einer neuen Rolle bei McLaren-Honda. Das lag auf der Hand, weil dort sein früherer Lotus-Weggefährte Eric Boullier als Teamchef arbeitet. Nun jedoch, so scheint es, hat Weltmeister Mercedes-Benz die Angel nach dem früheren Ferrari-Cheftechniker ausgeworfen!

Klar würde jedes Team gerne einen Mann vom Kaliber Allisons engagieren, aber ein solch begabter Mitarbeiter muss auch ins Firmenorganigramm passen. Das ist bei Renault und McLaren derzeit unseren Informationen zufolge nicht der Fall.

Dafür wird gemutmasst, Mercedes sei stark an Allison interessiert. Wie jeder Techniker fände James Allison eine Aufgabe in einem Team wie Mercedes verlockend.

Entsprechende Spekulationen werden scheinbar von der Tatsache untermauert, dass Mercedes-Technikchef Paddy Lowe noch immer keinen neuen Vertrag unterzeichnet hat. Was Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff seit Wochen herunterspielt. Wie jeder Spitzentechniker ist auch Lowe mehrfach nach Maranello geschrieben werden. Falls die Vertragsverlängerung von Lowe wirklich wackelt, wäre Allison für Mercedes Plan B. Ein Vorvertrag mit Allison wäre für Toto Wolff auch ein gutes Verhandlungsargument mit Paddy Lowe, falls der heutige Technikchef ein wenig zu hohe Forderungen stellte.

Netter Nebeneffekt für Mercedes: Ein solches Abkommen verhindert, dass sich ein anderer Rennstall Allison schnappt.
Es ist aber nicht undenkbar, dass Mercedes-Benz für Allison eine Rolle an der Seite von Paddy Lowe findet. Weder Toto Wolff noch Paddy Lowe äussern sich zu einer möglichen Zukunft von James Allison bei Mercedes.

Gemäss des branchenüblichen Konkurrenzverbots könnte James Allison eine neue Stelle erst anfangs 2017 antreten.

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