Lewis Hamilton: «Finnen sind normalerweise entspannt»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Lewis Hamilton: «Ich bin gespannt, wie weit Valtteri Bottas gehen wird»

Lewis Hamilton: «Ich bin gespannt, wie weit Valtteri Bottas gehen wird»

«Manche Fahrer würden für einen Sieg ihre Mutter verkaufen», weiss Lewis Hamilton. Der dreifache Champion fragt sich, wie weit sein neuer Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas gehen wird.

In einem ausgiebigen Live-Interview mit Mercedes-Sponsor UBS sprach Lewis Hamilton über sein Fitness-Programm in diesem Winter, seinen neuen Silberpfeil und seinen neuen Teamkollegen Valtteri Bottas. Der Brite freute sich schon zu Beginn der Fragestunde: «Ich bin schon sehr gespannt auf die neue Saison. Mittlerweile gehöre ich schon zu den älteren Fahrern. Es ist verrückt, die letzten Jahre sind wie im Flug vergangen. Ich kann mich noch gut an meinen ersten GP erinnern... Und ich freue mich, dass ich trotz meiner Erfahrung noch ein paar Jahre vor mir habe.»

In diesem Jahr wartet eine besondere Herausforderung auf die GP-Stars. Das weiss auch der dreifache Champion, der gesteht: «Das Problem ist, dass du nicht genau weisst, wie die neuen Anforderungen aussehen werden, nur dass es eben härter wird. Denn wegen der höheren Kurvengeschwindigkeiten werden stärkere Kräfte auf uns wirken. Ich war zuvor schon ziemlich fit, dennoch musste ich mein Training intensivieren und auch anpassen.»

Und Hamilton verrät: «Der Nacken ist seit jeher einer der Körperbereiche, die am stärksten belastet werden. Ich trainiere am liebsten mit einem speziellen Helm von Bell, der rund acht Kilogramm schwer ist. Das ist das Schlimmste am ganzen Training.»

Auch über seinen neuen Silberpfeil spricht der 53-fache GP-Sieger. «Das Auto wurde noch nicht zusammengebaut, deshalb habe ich es auch nicht am Stück gesehen. Die einzelnen Teile werden noch in den entsprechenden Abteilungen so lange wie möglich weiterentwickelt. Ich war eben erst im Werk und habe gesehen, dass immer noch mit Vollgas gearbeitet wird. Das Auto wird aber natürlich rechtzeitig bereit sein, in den nächsten Tagen wird es wohl zusammengebaut.»

Auf die Frage, ob sein neuer Silberpfeil denn gut aussehe, antwortet Hamilton: «Ich weiss nicht, ich habe es auch erst im Windkanal angesehen und wenn man das tut... Als das 2009er-Auto kam, sah es im Windkanal fürchterlich aus, denn der Anblick war einfach ungewohnt. Doch mit der Zeit sahen dann plötzlich die alten Autos eigenartig aus. Ich glaube, das wird jetzt auch passieren. Das neue Auto wirkt schon sehr gross, es ist breiter und länger. Da ist so viel Material zwischen Cockpit und Achse… Ich bin mir aber sicher, dass die Leute es lieben werden.»

Und natürlich wollten die Fans auch wissen, was Hamilton von seinem neuen Teamkollegen Valtteri Bottas hält. Doch der Mercedes-Routinier winkt ab: «Ich denke ehrlich gesagt nicht zu viel über Valtteri nach. Du hast immer einen Teamkollegen und es ist eigentlich egal, wer das ist oder woher er kommt. Ich weiss, woher ich komme und was ich will, nämlich gewinnen. Mein Ziel ist immer dasselbe.»

«Man will natürlich, dass auch der Teamkollege gut ist, denn es geht nicht nur um uns, sondern um die Tausenden von Mitarbeitenden, die das Team ausmachen. Natürlich willst du der Erste sein, aber du willst auch, dass dein Team gewinnt. Normalerweise beissen sich diese Ziele auch nicht. Denn ich will das Rennen gewinnen und wenn ich das schaffe, dann habe ich auch erreicht, was das Team will», fügt der 32-Jährige aus Stevenage an.

Neugierig auf Bottas ist er dennoch, wie Hamilton unumwunden gesteht: «Ich kenne Valtteri noch nicht sehr gut. Das wird sicher interessant. Wie schnell wird er sein? Wie schnell wird er sich anpassen? Und wie gut kann er mit Druck umgehen? Einige würden für einen Sieg ihre Mutter verkaufen – ich bin gespannt, wo seine Grenzen liegen und wie weit er gehen wird. Normalerweise sind Finnen sehr nette, positive und unglaublich entspannte Menschen.»

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