Carlos Sainz: «Jetzt muss die FIA dringend handeln!»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Carlos Sainz

Carlos Sainz

​Toro-Rosso-Fahrer Carlos Sainz (22) sieht den Autoverband FIA in der Pflicht. Der Madrilene findet die Neustarts hinter dem Safety-Car «gefährlich. Wir müssen überlegen, ob wir nicht andere Regeln brauchen.»

Letztlich war es eine Safety-Car-Phase, die in Baku zum grossen Wirbel um Lewis Hamilton und Sebastian Vettel geführt hat. Egal, ob die Fans nun für den Briten sind oder für den Deutschen – keiner kann von der Hand weisen, dass der Aserbaidschan-GP eine hochspannende Sache gewesen ist, eben auch wegen der Neustarts, welche für viele Piloten neue Möglichkeiten eröffnet haben.

Aber nicht alle Formel-1-Fahrer sind vom Geschehen in Baku angetan. Carlos Sainz (22) kritisierte nach seiner Fahrt zu Rang 8 in seiner Medienrunde: «Der gefährlichste Teil des Rennens waren die Neustarts. Die Autos vorne mussten warten, bis das Safety-Car weit genug weg war, mal fuhren sie schnell, mal wieder langsam. Das führt zu einem gefährlichen Ziehharmonika-Effekt, und wenn du um eine blinde Kurve herumkommst, hast du keine Ahnung, ob die Jungs da vorne gerade eher beschleunigen oder vom Gas gehen. Es gab auch Situationen, das war ich auf der Geraden zurück zu Start und Ziel schon im sechsten Gang, aber auf einmal wurde wieder gebremst. Das ist alles brandgefährlich.»

«Für das Rennen vom kommenden Jahr in Baku müssen wir uns da etwas Anderes einfallen lassen. Vielleicht sollte das Feld schon ab Kurve 16 volle Kanne fahren dürfen. Aber dieses ständige Gasgeben und Bremsen auf dieser scheinbar endlos langen Geraden, das ist einfach haarig.»

«Wenn ich Leader wäre, würde ich vermutlich das Gleiche machen. Mein Vorwurf gilt nicht den Fahrerkollegen. Schliesslich willst du dich in die bestmögliche Position bringen. Wir fahren auch alle im Rahmen des Reglements, auch von daher gibt es nichts zu kritisieren. Ich habe einfach den Eindruck, dass wir da grosses Gefahrenpotenzial für einen hässlichen Unfall haben.»

Zum Abbruch angesprochen, als die rote Flagge gezeigt wurde, weil so viele Trümmerteile auf der Bahn lagen, meint Sainz: «Ich finde generell, das ganze Wochenende über wurde verhältnismässig träge auf Probleme reagiert. Vielleicht ging es beim Abbruch auch nicht nur darum, die Bahn zu reinigen, weil ein Trümmerteil einen deiner Reifen verletzen kann. Bei diesen Tempi möchtest du keinen Reifenschaden haben. Vielleicht hat die FIA von diesen verrückten Neustarts ein wenig die Nase voll. Die Fahrer müssen sich das zusammen mit der FIA in Ruhe anschauen.»

Mehr über...

Weblinks

siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Corona-Katastrophe: Die Verunsicherung ist gross

Von Günther Wiesinger
Die Verunsicherung der Menschen in der Corona-Pandemie ist gross: Denn die Fachleute widersprechen sich, was die Bedrohung durch den Virus SARS-CoV-2 angeht – sogar bei der Nützlichkeit von Masken.
» weiterlesen
 

TV-Programm

Di. 07.04., 18:15, Motorvision TV
FIM World Motocross Champiomship
Di. 07.04., 18:30, Sport1
SPORT1 News Live
Di. 07.04., 18:35, Motorvision TV
Bike World Sport
Di. 07.04., 18:45, Motorvision TV
Bike World
Di. 07.04., 19:00, Puls 4
Café Puls - Das Magazin
Di. 07.04., 19:15, ServusTV Österreich
Servus Sport aktuell
Di. 07.04., 20:45, ORF Sport+
Formel 1
Di. 07.04., 20:55, Motorvision TV
Formula E Street Racers
Di. 07.04., 22:30, Eurosport
Motorsport
Di. 07.04., 23:00, ORF Sport+
FIA Formel E: Best of Saudi Arabien, Chile, Mexiko und Marakkesch
» zum TV-Programm
219