Natürlich träumen die Robert-Kubica-Fans von einem spektakulären Wechsel bei Renault: Jolyon Palmer raus, der Pole rein. Aber zunächst mal muss sich der 32jährige Kubica beim Ungarn-Test bewähren.
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Am 1./2. August findet auf dem Hungaroring der zweite und letzte Test innerhalb der Formel-1-Saison 2017 statt. Die Formel 1 hat sich aus Kostengründen ein Sparprogramm auferlegt – nur noch vier Testtag innerhalb der Saison, und zwei davon müssen für den Nachwuchs investiert werden.
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Das wiederum zwang Renault zum Handeln. Wenn Renault-Sport-Geschäftsleiter Cyril Abiteboul wirklich herausfinden will, ob Robert Kubica ein Kandidat für den Platz neben Nico Hülkenberg 2018 sein kann, dann muss der Pole in einem aktuellen Auto seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Beim richtigen Fahren, nicht im Simulator. Eine Extrawurst wird es nicht geben: Um die Formel-1-Superlizenz zu erlangen (beantragt jeweils vom Landesverband) muss ein Fahrer auch eine medizinische Prüfung überstehen. Wer den spindeldürren rechten Arm von Kubica ohne Ärmel sieht, kann ungefähr nachvollziehen, wie furchtbar sein Rallye-Unfall vom Februar 2011 gewesen sein muss. Was Kubica an Kraft im rechten Arm fehlt, kompensiert er mit dem linken. Beim früheren französischen GP-Ass Jean-Pierre Beltoise war es einst genau umgekehrt.
Der Hungaroring ist für Kubica die Nagelprobe: Nicht nur, dass er in einem aktuellen Wagen sitzt und wieder Gegner um sich herumhat. Der Kurs lässt auch kaum Zeit zum Erholen. Kubica lässt sich nicht bange machen: "Mein Fitness-Stand ist höher als zu meiner Zeit als GP-Fahrer, und da war ich auch durchtrainiert."
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Die Frage wird dann sein, wie es weitergeht. Cyril Abiteboul hat den Druck auf den glücklosen Jolyon Palmer erhöht und fordert im Kampf um Rang 5 in der Markenwertung – beide Autos müssen in die Punkte fahren können. Der Unterschied zwischen Platz 5 und Rang 8 im Konstrukteurspokal macht mehr als 30 Millionen Dollar an Preisgeld aus.
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Stand derzeit: 5. Williams 41 Punkte 6. Toro Rosso 33 7. Haas 29 8. Renault 26
Schön, dass es in der Formel 1 noch Träumer gibt: Die Kubica-Fans stellen sich vor, wie der Kanada-GP-Sieger von 2008 nach einem gelungenen Test in Ungarn Ende August dann wieder auf eine GP-Startaufstellung rollt – beim Grossen Preis von Belgien. Wer nun glaubt, das sei reine Utopie, dem erwidere ich: Das ist Formel 1, da sind schon viel verrücktere Dinge passiert. Allerdings hat Cyril Abiteboul in Silverstone versichert, Palmers Platz sei nicht in Gefahr.
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Alle Augen werden also am 2. August auf Robert Kubica gerichtet sein. Aber natürlich sind auch jede Menge anderer Piloten an der Arbeit. Hier der derzeitige Stand, wer alles fahren wird. Ungarn-Test: Die Aufstellung Mercedes: George Russell (beide Tage) Ferrari: Charles Leclerc und Kimi Räikkönen Red Bull Racing: Max Verstappen und Pierre Gasly Force India: Lucas Auer und Nikita Mazepin Williams: Felipe Massa und Luca Ghiotto Toro Rosso: Sean Gelael sowie Carlos Sainz und Daniil Kvyat (je einen halben Tag) Haas: Santino Ferrucci (beide Tage) Renault: Nicholas Latifi und Robert Kubica Sauber: Gustav Malja und Nobuharu Matsushita McLaren-Honda: Stoffel Vandoorne und Lando Norris Restliche Testfahrten 2017 Tests innerhalb und nach der Saison
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1./2. August: Budapest 28./29. November: Abu Dhabi Testfahrten Pirelli 1./2. August: Mercedes auf dem Hungaroring 3./4. August: Ferrari in Barcelona 7./8. September: Mercedes in Paul Ricard 31. Oktober/1. November: Sauber und Force India in Mexiko 14./15. November: McLaren-Honda in Interlagos
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